Archiv der Kategorie: Allgemein

Bergmedizin Expeditionsmedizin pocket

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Die meißten von euch haben vermutlich ihre Reiseapotheke immer griffbereit und auf Reisen, Expeditionen wird nochmals bzgl. Land/Dauer geprüft. Dazu gibt es diverse Listen oder besser Kontakte, Ansprechpartner die mehr von der Materie wissen. In besonderen Fällen frage ich gern die Freunde mit medizinischen Wissen.

Unterwegs ist das schwierig. Natürlich gilt immer die Hoffnung, es passiert nichts und die üblichen Verdächtigen hat man durch Erfahrung im Griff. Trotzdem wäre hier und da ein Werk zum Nachschlagen sinnvoll. Auch Netz steht nicht überall bereit und so war ich gespannt, wie sich dieser kleiner Begleiter macht, der genau das zum Ziel hat – steht bereit mit Rat – nicht Tat, wenn notwendig.

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Thüringer und eine Schwarzwälderin klettern Onsight durch die Große Zinne

Ende August holte sich Dirk Uhlig eine der seltenen Onsight-Begehungen des „Phantom der Zinne“. In Begleitung von Alexandra Schweikart, die bis auf die 9+ Seillänge und einen Griffausbruch in einer leichten Passage alles sturzfrei kletterte, brauchte das Team knapp 12 Stunden für die 550m lange Tour durch die Nordwand der Großen Zinne.

Zur Eingewöhnung kletterten sie Tags zuvor die 10 Seillängen-Tour „Ötzi trifft Yeti“ in Wechselführung.

Einen ausführlichen Bericht mit vielen Eindrücken und passenden Bildern ist auf der Seite der Erfurter Bouldersparkasse zu finden.

Allein der Rucksack den Alex trug zog schon nach wenigen Metern gen Tale. So tauften wir unseren ungesprächigen Begleiter auf den Namen „Spiderschwein“ denn so fühlte er sich auch an. In der zweiten Seillänge ging’s dann schon richtig zur Sache. Sie war mit einer schwierigen Querung garniert und gegen Ende machte mir auch noch der Seilzug zu schaffen. Alex meisterte diese Seillänge und das noch mit 5 Kilo mehr auf dem Rücken. Seillänge 3 war dann schon was zum genießen bot sie meterweise beste Henkelkletterei mit ein paar schweren Zügen. Die vierte war dann schon die letzte schwere Seillänge. Doch fast wäre der Onsight in die Hose gegangen. Ich zog überschwänglich zum nächsten Griff, den Stand schon vor Augen als der große Henkel beim übersteigen heimtückisch knackte und nachgab. Ein beherzter Satz zur nächsten Leiste verhinderte Schlimmeres. Der Puls war darauf exorbitant angestiegen und wir gönnten uns erstmal ein kurzes Break.

Erfurter Bouldersparkasse

Stand hier nicht mal ’ne Bank

Man(n) wird alt – ob verdient oder nicht, es ist nicht zu ändern. Auch Bernd hat es getroffen und zu seinem sechzigsten Geburtstag, auf diesem Weg noch mal vielen Dank für die vielen Getränke und die stimm(ungsvolle)ige Party, bekam er einen lang ersehnten Wunsch erfüllt:

Bernd und Steffen sind langjährige Partner wenn es um den Besuch des Hangsteinmassives geht. In der Regel sind sie sich immer einige bei Routenwahl, beim rechtzeitigen Aufhören – der Wahl des Zeitpunktes beim Übergang zum verdienten Mineralgetränkes. Der Weg danach wurde so einige male mit dem Satz „stand hier nicht mal ’ne Bank“ durch Bernd erfüllt. Nur leider stand dort nie eine Bank. Und so zeichnen sich auch bei sportlich aktiven Menschen die ersten Beschwerden, über die körperlichen Tücken, hinaus.

Die Bank wurde von Hardy Raub (Tree Art) extra für den „Alterspräsidenten“ kreiert.

Nun denn, die Bank steht nun am Ausstieg „Alter Weg“ und wartet auf schmale und breite Reibungsflächen, gute und weniger Gute Kletterer. Viel Spass wünschen Bernd und die KVFLer.

* Dass wir uns wünschen, dass die Bank gut und gepflegt erhalten bleiben soll, muss sicher nicht extra erwähnt werden.

Einige Bilder vom Aufbautag im Folgenden.

Fertig, Danke Bernd & Gaby
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Von einem der Auszog, dass Slacklinen zu lernen

Endlich gehenSeit nun mehr vier Wochen bin ich mit einem zweiten Virus, neben dem des Bergvagabunden, infiziert – dem Slacklinen. Der Spaß ist groß, auch wenn es eine Weile dauert, bis man sich das erste Mal von einem zum anderen Ende begibt. Einige kleine Eindrücke und Tipps zum Erlernen und Erleben dieser noch recht jungen, zumindest in Europa, Sportart, werde ich im Folgenden widergeben.
Was mich besonders daran begeistert? – ist die Fasziantion, die von einem Band ausgeht, welches wenige Zentimeter über dem Boden gespannt ist und dem Anfänger sehr schnell seine Grenzen zeigt. Wieder einmal sieht es leicht aus. Trotz vieler Versuche bis zum ersten Gang über die Line ist die Begeisterung ungebandt und die Lust immer wieder von neuem Entfacht.
Die Line ist schnell gespannt, zwei Bäume finden sich immer, und schon kann es losgehen. Ähnlich wie beim Bouldern ist der Spaß in der Gemeinschaft noch größer, das Pushen und Anfeuern verleiht Flügel und es ist wunderbar die Anderen zu sehen, wie sie sich genauso abmühen und den ganzen Körper einsetzen um einige Zeit länger auf der Line zu bleiben.
Die Line zeigt einem Muskelgruppen, die man im Vorfeld oft nicht kannte und man glaubt nicht, dass das Gehen auf wenigen Metern bzw. das Stehen auf der Line anstrengend sein kann.
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Die erste Zehn in Thüringen ?!

Der große Falkenstein im Schmalwassergrund beherbergt nun wohl die erste 10 in Thüringen – Bergweg.
Bisher wurde der Bergweg bei einer freien Begehung als 10- gehandelt, nun gab es einen Griffausbruch und die Route läutet den glatten zehnten Grad in Thüringen ein. Begangen wurde sie auch damals schon von Johannes Voigt.
Bisher, soweit bekannt, noch keine weitere freie Begehung und eine Bestätigung der Schwierigkeit wäre sicher für den einen oder anderen interessant.

Gesteinsarten von Kletterfelsen in Thüringen

Als Gestein bezeichnet man eine feste, natürlich auftretende, mikroskopisch heterogene Vereinigung von Mineralen, Gesteinsbruchstücken, Gläsern oder Rückständen von Organismen mit weitgehend konstantem Mischungsverhältnis dieser Bestandteile zueinander.
Quelle: Wikipedia – Gestein

Für den Klettersport ist diese Masse Grundvoraussetzung und deshalb sollen die in Thüringen vorkommenden Gesteinsarten hier ein wenig näher beleuchtet werden. In der Reihenfolge der kommenden Erläuterungen ist auch das Vorkommen in Thüringen zu verstehen.
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Entwicklung der Kletterführer in Thüringen

Kletterführer
„Der Bergsteiger“
Ein Kletterführer durch die deutschen Mittelgebirge

Der zweite Band beinhaltete erstmals das Gebiet Thüringen und wurde 1959 vom Deutschen Wanderer- und Bergsteigerverband Berlin herausgegeben. Zu haben war das gute Stück für 7,20 DM und beinhaltete nur wenige Kletterziele. Der Falkenstein wurde zum Beispiel mit 20 Wegen angegeben und der Lauchagrund beinhaltete 12 Wege an 7 Gipfeln.

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10 Regeln zum naturverträglichen Klettern

Hangstein bei Eisenach
Hangstein bei Eisenach
  1. Aktuelle Kletterregelungen beachten

    Kletterregelungen werden in vielen Regionen von der Naturschutzbehörde in Zusammenarbeit sowohl mit den Kletter- als auch den Naturschutzverbänden aufgestellt. Jeder Kletterer sollte sich rechtzeitig darüber informieren. Ziel der Richtlinien ist es, den Schutz von Flora und Fauna sicherzustellen und zugleich den Kletterern den Spaß an ihrem Sport zu erhalten. Ge- und Verbote finden sich an Infotafeln in den Klettergebieten und in guten Kletterführern. Auch im Internet sind die Regelungen für alle deutschen Mittelgebirge unter www.kletterregelung.de nachzulesen.

  2. Persönlichkeit braucht keinen Individualverkehr

    Unsere Mittelgebirgsfelsen sind der Lebensraum zahlreicher Pflanzen und Tiere. Und nur wenn deren Zuhause intakt bleibt, können sie weiter existieren. Wer bei der Anreise in die Klettergebiete öffentliche Verkehrsmittel benutzt oder Fahrgemeinschaften bildet, verringert die berüchtigte Hauptursache für die drohende Klimakatastrophe – den CO2-Ausstoß.

  3. Nur zugelassene Parkplätze nutzen

    Wenn ihr schon mit dem Auto anreist, so stellt eure Fahrzeuge bitte unbedingt auf den dafür vorgesehenen Plätzen ab. Wildes Parken stört nicht nur die Anlieger oder Landwirte, deren Feldzufahrt versperrt ist, sondern schädigt auch die Vegetation.

  4. Weiterlesen

Schwierigkeitsgrade im Vergleich

Schwierigkeitsbewertungen beim Klettern

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UIAA
Frankreich
Sachsen
UK
USA (NCCS)
USA (YDS)
Aus
Norw
Swed
1
1
I
easy
/
/
10
1
2
2
II
moderate
11
2
2/2+
2+
2+/3-
3
3-
3
III
difficult
3-/3
12
3
5.0
3+
3/3+
IV
3+
5.1
3+/4-
4a
4-
4-
4a+
very difficult
5.2
4-/4
4a+/4b
V
hard very difficult
13
4
4b
5.3
4
4/4+
4b+
4+
4b+/4c
moderate severe
5.4
4+/5-
4c
VI
4+
5-
4c+
4a
severe
5.5
5-/5
4c+/5a
14
5
5a
4b
hard severe
5.6
5-
5/5+
5a+
VIIa
F7
5+
5a+/5b
5.7
5
5+/6-
5b
4c
very severe
15
6-
5b+
VIIb
F8
5.8
5+
6-/6
5b+/5c
16
6
5c
5a
hard very severe
5.9
6/6+
5c+
VIIc
F9
17
6-
6+
5c+/6a
5.10a
18
6+/7-
6a
6
7-
6a+
VIIIa
5b
E1
F10
5.10b
19
7-/7
6a+/6b
6+
6+
7
6b
VIIIb
5.10c
20
7/7+
6b+
F11
5.10d
21
7-
7+
6b+/6c
VIIIc
5c
E2
7-
7+/8-
6c
5.11a
22
8-
6c+
IXa
F12
5.11b
23
7
8-/8
6c+/7a
7
8
7a
IXb
6a
E3
5.11c
24
8/8+
7a+
F13
5.11d
7+
8+
7a+/7b
IXc
25
7+
8+/9-
7b
5.12a
8-
9-
7b+
Xa
6b
E4
F14
5.12b
26
9-/9
7b+/7c
8
8-
9
7c
Xb
5.12c
27
9/9+
7c+
F15
5.12d
28
8
9+
7c+/8a
Xc
6c
E5
8+
9+/10-
8a
5.13a
29
10-
8a+
/
F16
5.13b
30
9-
8+
10-/10
8a+/8b
10
8b
7a
E6 – E9
5.13c
31
9
9-
10/10+
8b+
F17
5.13d
10+
8b+/8c
32
10+/11-
8c
5.14a
9+
9
11-
8c+
5.14b
33
11-/11
8c/9a
5.14c
11
9a
7b
5.14d
34

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Abklettern 2001 – im Lauchagrund am „Roten Turm“

Abklettern am Roten TurmJedes Jahr am Silvestermorgen treffen wir uns hier und versuchen den Gipfel zu erklimmen, wobei wir immer wieder Vorsteiger suchen. Es gilt möglichst wenig abzufrieren und so zu tun, als sei es selbstverständlich für einen Bergsteiger, bei diesen Verhältnissen die Finger an den Fels zu legen.
Aber auch dieses Jahr haben wir es wieder erreicht und haben uns das gemütliche Beisammensein in der Villa redlich verdient.