Archiv der Kategorie: Kletterwissen

Hier liegen Beiträge, die Wissen zum Thema klettern beinhalten (Hardware, Technik, Bewegung, …)

Edelrid Harrier 10mm Seil im Test

Der deutsche Hersteller Edelrid stellt in erster Linie den Sportkletteren mit dem Harrier ein Produkt zur Verfügung, welches mit diversen Eigenschaften daher kommt. Ich hatte die Möglichkeit das Seil zu testen und die angekündigten Eignungen zu testen, da die Bergfreunde das Produkt zur Verfügung stellten. Deshalb ein Blick aus meiner persönlichen Sicht auf das 10,0 mm Seil von Edelrid.
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Sprung ins Seil mit freien Händen?

In den letzten Monaten wurde in mehreren Fachzeitschriften das Sturztraining zelebriert. Dabei wurde das Springen mit freien Händen in den Vordergrund gestellt, weil sich Unfälle mit eingeklemmten Fingern und verbrannten Händen und Arme gehäuft haben sollen.
Als Gegenmassnahme mag das freihändige „ins Seil springen“, auf die Schnelle betrachtet, einleuchtend sein. Dies birgt aber folgende Gefahr: Beim Stürzen mit freien Händen ist ein GAU möglich.
Die Möglichkeit besteht, dass der Kletterer wegen eines Griffausbruchs stürzt, in Rücklage gerät und dabei in horizontaler Lage hart gestoppt wird. Würden dabei die Hände frei, seitlich durch die Luft baumeln, könnte die damit verbundene hohe Belastung auf den Rücken in einem GAU enden, das heißt, im schlimmsten Falle tödliche Verletzungen zur Folge haben. Ob in einer Kletterhalle dieses Szenario überhaupt möglich wäre, ist schwer einzuschätzen.
… umfassend und aufklärend wird dieses Thema in dem aktuellen Beitrag von Gerald Krug aufgegriffen, der im Artikel von Walter Britschgi alles näher erläutert. Im Beitrag ist das PDF (3,31MB) mit allen Informationen zu erhalten.

Kletterhalle finden?!

Nicht immer reicht die Suchmaschine des Vertrauens um eine Kletterhalle per Internet in der gesuchten Stadt oder Region zu finden. Kletterhallen werden in der Regel von Kletterern für Kletterer und nicht für Internet und co. gemacht.

Marco Ciachera versteht was von beiden Seiten und hat sich damit die Aufgabe gesetzt, ein Portal für Kletterhallen zu erstellen und zu pflegen – Kletterhallen.net – Finde deine Kletterhalle. Die Inhalte stehen noch am Anfang, können aber schnell und einfach wachsen, denn es können Inhalte und Bilder von den Lesern selbst gepflegt werden. Somit könnte neben der Liste aller bekannten Kletterhallen und Wände in Thüringen die Webseite Kletterhallen.net ein Anlaufpunkt für eine Suche werden.

Thüringen ist bekannter maßen schlank vertreten. Aber vielleicht findet sich ja noch der eine oder andere Investor und die passende Lokation.

Krafttraining für Eiskletterer

Klettern an der HochwaldgrotteWer beim Eisklettern in die obere Liga aufsteigen möchte, der hat einen Vorteil: Der Griff ist immer schön groß. Im Gegensatz zum Felsklettern, wo die Griffe mit unter sehr klein werden können. Der Griff des Eisgerätes ist ausreichend groß und somit werden vorrangig die großen Muskelpartien des Körpers beansprucht. Deshalb müssen große Muskeln und Kraftausdauer trainiert werden.

Findet ein Training im Kraftraum oder an der Boulderwand statt, so ist am besten mit einem Aufwärmen an großen Griffen zu beginnen. Liegestütze in verschieden breiten Armpositionen unterstützen die Aufwärmphase. Eine Strickleiter ist wunderbar als Training und es kann mit Variationen beim Greifen die Kraft schnell verbraucht werden. Natürlich dürfen Klimmzüge nicht fehlen, am besten an Griffen, die der Form der Eisgeräte nah kommen, Griff nach unten in senkrechter Form.
Durch das Notieren der Leistung kann regelmäßig verglichen werden und die Leistungsverbesserung ist offensichtlich, so dass auch die Motivation im Trainingskeller ein wenig höher gehalten werden kann.
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Kletterpsyche in der Kletterpraxis

Mach es für dich

Überlege – warum du kletterst und was du erreichen willst. Sortiere deine Punkte nach Wichtigkeit und definiere dir ein Motto daraus. Sei flexibel und passe dein Motto der Situation an. Wichtig ist, es sollte dein Motto sein und zu dir und deiner Einstellung passen.

Spüre deinen Körper

Klettern in AustralienMit der nötigen Ruhe kletterst du besser. Nervosität sorgt für Fehler, zu viele Ruhe schadet der Motivation. Beruhige dich und starte dann in die Route, wenn Körper und Geist beriet sind. Bevor du in einen Weg startest, helfen Atemübungen und leichte Erwärmungen den Körper und den Geist auf die Route vorzubereiten und die nötige Ruhe zu finden.
Kletterst du in der Route, so versuche die Ruhe zu bewahren. Nutze Ruhepunkte am Fels um zu Atmen und so genügend Sauerstoff den Muskeln zu zuführen.
Genauso gilt es für Gelassenheit – eine gewisse Anspannung ist wichtig. Du willst etwas erreichen und da ist Aufregung nicht falsch. Beruhige dich und versuche dein Projekt. Die Anspannung fällt, wenn du dein Projekt punktest.

Virtuell Klettern

Schwere Routen, Routen an deinem Leistungslimit, erfordern Übung, Kenntnis über die Route und deren Probleme. Um Routen zu begreifen und den Körper auf die Bewegung und die Belastung vorzubereiten hilft es, die Route im Geiste zu klettern. Anfangs machst du es im Einstieg, bei größeren Projekten wirst du die Route irgendwann überall klettern können. Die Erinnerung an die Bewegung formt die Route und sorgt dafür, dass dein Körper die Bewegungen lernt und sie so im entscheidenden Moment abruft. Weiterlesen

Techno – Klettern, Grundlagen für Technoeinsteiger

MinistopperIn den Klettergebieten Thüringens dominiert das Sportklettern, bei dem man in der Regel genügend Sicherungen in Form von vorhanden Haken findet. Sollten die vorhandenen Sicherungen nicht ausreichen, so kann jederzeit mit Hilfe von mobilen Sicherungsmitteln die Sicherheit erhöht werden. Verwendung finden dabei vorrangig Schlingen, Klemmkeile und Klemmgeräte. Allerdings gibt es auch noch einige wenige Routen, bei denen die Spielform des technischen Kletterns in Erscheinung tritt. Und auch in anderen Gebieten der Welt ist das technische Klettern noch nicht weg zu denken.
Wer noch keinen Einblick in die Artif-Bewertung hatte und seinen Horizont von dieser Richtung ein wenig erweitern will, der findet hier einige Hinweise zum Lesen von Artif-Bewertungen. Was habe ich als Wiederholer einer solchen Route zu erwarten und was muss ich mitnehmen? Die kryptischen Buchstaben der Bewertung für technische Routen erschließt sich dem Einsteiger nur langsam ohne entsprechende Literatur oder Altmeister dieser Kletterform.
Die Artif-Bewertung gibt dem Techno-Freak wichtige Informationen über den Begehungsstil, wie komplex die Linie und wie die Qualität der Sicherungen ist. Ebenso erfährt der Aspirant, wie gefährlich die Route ist und ob die Sicherungen einen Sturz halten können.
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Der Normsturz

NormsprungUm verschiedene Seile in einem einheitlichen Prüfverfahren zu testen, sie untereinander zu vergleichen und Rückschlüsse auf deren Festigkeit und Qualität ziehen zu können, gibt es den Normsturz nach EN 892. Nach dieser Europäischen Norm (EN) müssen Einfachseile mindestens fünf Normstürze unter definierten Bedingungen aushalten. Kaufst du dir nun ein neues Seil, dann nützt dir die Information auf dem Beipackzettel wenig, wenn du nicht weißt, was ein Normsturz überhaupt ist. Bei modernen Seilen sind 12-13 Normstürze übrigens keine Seltenheit mehr. Die Anzahl der Normstürze ist also ein wichtiges Qualitätsmerkmal für Kletterseile. Deshalb gibt es im Folgenden eine kleine Erläuterung zum Normsturz.

Bevor ein Seil reißt, muss es aktuell 5 Normstürze aushalten. Die definierten Bedingungen dabei sind Temperatur, Luftfeuchtigkeit und ein standardisiertes Prüfverfahren. Wenn ein Seil 10 Normstürze und mehr halten kann, redet man von einem Multisturzseil.
Bei einem Normsturz wird ein Gewicht, je nach Seiltyp (Vollseil, Halbseil, Zwillingsseil) unterschiedlich, in 2,80m ausgegebenes Seil fallen gelassen. Das Seil wird über einen Karabiner umgelenkt. Dieser Karabiner befindet sich 30cm nach dem Punkt, an dem das Seil fixiert ist. Es ergibt sich also folgende Reihenfolge: Fixpunkt (statisch gehaltener Sturz), bei 30cm der Umlenkkarabiner, bei 2,80m das Gewicht. Dieses wird nun 2,30m hoch über den Umlenkpunkt gezogen und von dort fallen gelassen. Die Fallhöhe ohne Seildehnung beträgt 4,80m. Wenn man nun die Fallhöhe durch die ausgegebene Seillänge teilt, erhält man den Sturzfaktor. Bei einem Normsturz beträgt dieser immer 1,71. Dieser Sturzfaktor ist so extrem, dass er in der Praxis fast nicht zu erreichen ist. Für den Kletteralltag sind derartige Prüfungen also relativ nebensächlich, da es kaum zu so harten Stürzen kommt. Im Sportkletterbereich bleibt der Sturzfaktor immer unter 1.
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Von einem der Auszog, dass Slacklinen zu lernen

Endlich gehenSeit nun mehr vier Wochen bin ich mit einem zweiten Virus, neben dem des Bergvagabunden, infiziert – dem Slacklinen. Der Spaß ist groß, auch wenn es eine Weile dauert, bis man sich das erste Mal von einem zum anderen Ende begibt. Einige kleine Eindrücke und Tipps zum Erlernen und Erleben dieser noch recht jungen, zumindest in Europa, Sportart, werde ich im Folgenden widergeben.
Was mich besonders daran begeistert? – ist die Fasziantion, die von einem Band ausgeht, welches wenige Zentimeter über dem Boden gespannt ist und dem Anfänger sehr schnell seine Grenzen zeigt. Wieder einmal sieht es leicht aus. Trotz vieler Versuche bis zum ersten Gang über die Line ist die Begeisterung ungebandt und die Lust immer wieder von neuem Entfacht.
Die Line ist schnell gespannt, zwei Bäume finden sich immer, und schon kann es losgehen. Ähnlich wie beim Bouldern ist der Spaß in der Gemeinschaft noch größer, das Pushen und Anfeuern verleiht Flügel und es ist wunderbar die Anderen zu sehen, wie sie sich genauso abmühen und den ganzen Körper einsetzen um einige Zeit länger auf der Line zu bleiben.
Die Line zeigt einem Muskelgruppen, die man im Vorfeld oft nicht kannte und man glaubt nicht, dass das Gehen auf wenigen Metern bzw. das Stehen auf der Line anstrengend sein kann.
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Funktionsjacke kaufen – Auf was muss ich achten ?

Der Markt ist derartig mit Produkten zum Thema Wetterschutz voll, dass der Kunde schnell den Überblick beim Kauf einer Funktionsjacke verliert. Je nach Anwendung und Ziel des Einsatzes gibt es unterschiedliche Anforderungen an das gute Stück. Trotzdem will man sich nicht für jeden Bereich eine neue Jacke zulegen.
Worauf ihr beim Kauf einer Funktionsjacke achten solltet, darauf geht der folgende Artikel etwas näher ein.
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