Granitklettern auf den Spuren deutscher Kolonialherren – Die Chinesische Badestadt Qingdao

Autor: Prisco Kopp

Klettern im besten Granit Chinas – Klettern in der Provinz Shandong

Klettern und Bouldern sind zwar noch nicht olympisch, doch im Land des Lächelns tut sich zumindest die Möglichkeit auf, mit Blick auf die Teilnehmer der olympischen Segelspiele 2008 die Granitwände zu besteigen. Möglich macht es der Fu Shan, der „Stadtberg“ der ehemaligen deutschen Kolonialstadt Qingdao in der Provinz Shandong, an dem in den letzten Jahren eifrig gebohrt wurde und für den nun ein deutscher Kletterer die internationale Kletterzene begeistern will.

Qingdaos

Das Ganze mit besten Voraussetzungen: Die Kletter-Saison in Qingdao ist vergleichsweise lang – sie geht von Mitte Februar bis Mitte November. Geklettert und auch gebouldert kann während dieser Zeit an verschiedenen Locations: Direkt am Meer liegen einige schöne Felsen, nach dem Bouldern lockt hier der Sprung in die Fluten. Der „Fushan“ bietet als „Stadtberg“ inmitten von Qingdao schon mehr Möglichkeiten zum Bouldern und auch zwei Wände mit gebohrten Sportrouten sowie einige traditionell zu kletternde Mehrseillängen. Der heilige Berg „Laoshan“ schließlich bietet in einer knappen Fahrstunde Entfernung Klettermöglichkeiten ohne Ende und neben den bereits erschlossenen Routen Erschließungspotential ohne Ende.

Qingdaos

Wem dies alles immer noch nicht genug ist, der findet am Yi Shan (ebenfalls in der Provinz Shandong) von Anfang Dezember bis Ende Februar beste Möglichkeiten zum Eisklettern vor – ein großer Wasserfall von circa 150 Metern Länge friert jedes Jahr zu und bietet Eis in bester Qualität. Nicht zuletzt dadurch lohnt ein Abstecher in diese Region zu jeder Jahreszeit. Leider liegt auch im Jahr 2008 noch kein Kletterführer des Gebietes vor – die neu gegründete Agentur „InternChina“ mit dem deutschen Besitzer und Kletterer Frank Lenhardt erteilt aber auf Anfrage gerne Auskunft und organisiert in enger Kooperation mit den lokalen Kletterclubs Unterkünfte, Führer, Klettermaterial, Inlandsflug, Autovermietung und alles weitere, was ohne Chinesisch schwer zu bekommen ist.

Der Fushan – eine natürliche Kletterregion mitten in Qingdao

Qingdaos als erste erschlossene natürliche Kletterregion ist „Fushan“ – der Berg „Fu“. Er liegt mitten in der Stadt und ist deshalb auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln einigermaßen gut zu erreichen. Von den Kletterrouten aus hat man einen wunderbaren Blick auf Qingdaos Wolkenkratzer und aufs Meer, wo im August die olympischen Segler Station machen.

0 Gedanken zu „Granitklettern auf den Spuren deutscher Kolonialherren – Die Chinesische Badestadt Qingdao

  1. ricarda

    Hört sich gut an, das würde mich auch noch reizen. Na mal schauen, villeicht schon bald;-))

  2. Frank

    Falls ihr vorbei schauen wollt ruft mich an, wohne und klettere in Qingdao: 0086 532 876675167

  3. Mario

    ich war schon dort..echt super dort..kann ich nur jedem kletterbegeisterten weiterempfehlen..ist einfach mal was anderes, ein echt tolles erlebnis