Schlagwort-Archive: Bergsteigen

Bergmedizin Expeditionsmedizin pocket

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Die meißten von euch haben vermutlich ihre Reiseapotheke immer griffbereit und auf Reisen, Expeditionen wird nochmals bzgl. Land/Dauer geprüft. Dazu gibt es diverse Listen oder besser Kontakte, Ansprechpartner die mehr von der Materie wissen. In besonderen Fällen frage ich gern die Freunde mit medizinischen Wissen.

Unterwegs ist das schwierig. Natürlich gilt immer die Hoffnung, es passiert nichts und die üblichen Verdächtigen hat man durch Erfahrung im Griff. Trotzdem wäre hier und da ein Werk zum Nachschlagen sinnvoll. Auch Netz steht nicht überall bereit und so war ich gespannt, wie sich dieser kleiner Begleiter macht, der genau das zum Ziel hat – steht bereit mit Rat – nicht Tat, wenn notwendig.

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Piolets d’Or 2012

Man mag über diesen Titel denken was man will; Ehrungen standen schon des öfteren in der Diskussion. Die Leistung der beiden jungen (23 und 26 Jahre) Slowener jedenfalls ringen mir jede Zuneigung und Hochachtung, auf ihrer ersten Himalaja Tour, ab.

Ebenso großes Empfinden habe ich bei dem folgenden Video, da der Berg einmal der Schatten unserer Zeltes bei einer Tour auf den Khan Tengri war; eine andere Tour zu diesem Gipfel mit vorbereitet wurde und ich ein wenig die Randbedingungen am Berg im Tien Shan kenne.

Ama Dablam Anstiegsbeschreibung

Die letzte Woche wurde durch freudigen eMails von Volker und Axel angereichert, die den Gipfel des Ama Dablam erreicht haben. Die Eindrücke in den eMails waren berauschend und die Hände klebten beim Lesen an der Mouse.
Nachdem sie beide wieder in ihrer jeweiligen Heimat sind, Volker in Halle/ Deutschland und Axel in Windhoek/ Namibia, haben sie uns nun auch einige Bilder und einen Bericht zum Aufstieg zukommen lassen. Für alle nun hier zum Nachahmen hinterlegt, oder auch „Nur“ zum Lesen.
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1. Eisklettern – Einleitung

Autor: Frank Bültge

Säule bei KanderstegDie britische Klettererlegende Joe Brown sagte einmal, dass jede Kletterei, die mit Steigeisen leichter zu bewältigen sei als ohne, als Eiskletterei betrachtet werden kann. Eine derart weitgefasste Definition ist heute notwendig, um sämtliche Spielformen des modernen Eiskletterns zu erfassen. Eine dieser Spielformen ist das Wassereisklettem: Wo immer Wasser und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zusammentreffen, entsteht Wassereis. Dieser Umstand lässt gerade in den Hochwintermonaten Dezember bis Februar in vielen Alpentälern Klettergerüste aus Eis wachsen – gefrorene Wasserfälle und wassereisüberzogene Felswände. Noch vor zehn Jahren galten Begehungen gefrorener Wasserfälle als besondere Herausforderungen für erfahrene „alpine Eiskletterer“. Man lernte die Klettermaterie Eis im alpinen Gelände kennen und brachte diese Erfahrungen in das Wasserfallklettern ein. Ähnlich wie im Felsbereich hat sich auch im Eisklettern die Entwicklung umgekehrt. Übereinstimmungen zwischen den athletischen und bewegungstechnischen Voraussetzungen von Wassereisklettem und Sportklettern im Fels, eine rasante Entwicklung im Ausrüstungsbereich und die gute Erreichbarkeit vieler Wasserfälle sind die Ursachen für den Trendwandel: Heute finden sich unter den Anfängern des Eiskletterns mehr Sportkletterer als Alpinisten. Wassereis ist oftmals auch die Materie des Einsteigers und nicht mehr nur die des Meisters. Dies ist die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite werden von diesen Meistern gerade im Wassereis die Grenzen des Machbaren immer weiter hinausgeschoben. Um diesem Status quo gerecht zu werden, beschreiben auch ich hier den Einstieg in das Eisklettern über das Wassereisklettem und setzen dabei lediglich Kenntnisse aus dem Bereich des Sportkletterns im Klettergarten voraus. Steileisklettern ist also sportliches Klettern im Eis. Es fordert Mut, Kraft, Ausdauer und eine gute Moral. Eisklettern bietet besonders vielfältige Möglichkeiten an: von steilsten Eisrinnen über große alpine Wände bis hin zu gefrorenen Wasserfällen. Wobei die extremste Form das Mixed Climbs ist, das kombinierte Klettern in Eis und Fels.Ich werde besonders auf die Technik des Eiskletterns eingehen, denn ein gewisses technisches Verständnis ist von großem Vorteil beim Wasserfallklettern. Außerdem gibt es eine Vielzahl von technischen Geräten, mit zum Teil großen Unterschieden in ihrer Leistungsfähigkeit. Ich hoffe, dass ich den Profis einige News vermitteln kann. Aber gerade den Neueinsteigern möchte ich hirmit einen Einstieg in diese wundervolle Sportart ermöglichen.
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2. Sicherungstechnik beim Eisklettern

2.1 Absicherungsmittel

Eisschrauben
Bildnachweis [7]

Vorwiegend sichert man mit Eisschrauben, deren Qualität sich in den letzten Jahren stark verbessert hat. Hierbei kann man zwischen verschiedenen Materialien. Aber auch Schlingen kommen immer wieder zum Einsatz. Eisschrauben bieten eine Haltbarkeit in solidem Eis von über 1000 kp. Sie werden stets in Verbindung mit einer Expressschlinge verwendet. Bei bestimmten Routen, besonders im Mixed Climbs[8] Bereich, benötigt man zusätzlich ein Sortiment Felssicherungsmittel.
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3. Klettertechniken beim Eisklettern

3.1 Fußtechnik

Wie beim Felsklettern müssen auch hier alle Techniken ausgiebig trainiert werden. Das Treten und Greifen sind die Bewegungsmerkmale des Eiskletterns. Wobei das Greifen meist durch ein Schlagen mit der Eisaxt ersetzt wird. Wie beim Felsklettern kommt auch beim Eisklettern das Treten der vorrangigen Bedeutung zu. Treten bedeutet allerdings im Eis das Schlagen der Steigeisen ins Eis. Dabei unterscheidet man zwei grundsätzliche Techniken. Zum einem die Frontalzackentechnik und zum anderen die Vertikalzackentechnik. Weiterlesen

Das Herzstück des Inselberggebiet – Der Lauchagrund

Klettern im LauchagrundHier findet man Routen aller Schwierigkeitsklassen, dicht aneinanderstehende Felsen aber auch teilweise überlaufene Gipfel und Wände. Viele Anstiege sind sehr lohnend und die Absicherung ist größtenteils vorbildlich, dank der Sanierungsarbeiten von einigen Kletterern aus Tabarz. Herausragende Kletterziele sind vor allem der Teufelsgrat, Dreiherrenwand, Aschenbergstein, Findling und Angstwand.

Gipfel und Wände im Lauchagrund:

Versteckte Wand, Lauchagrundnadel, Mittagstein, Hufeisenstein, Felsenteilwächter, Verlassene Wand, Habichtskopf, Unbenannte Spitze, Wilde Wald, Hirschstein, Angstwand, Findling, Roter Turm, Bärenbruchwand, Aschenbergstein, Schwalbennest, Teufelsgrat, Dreiherrenwand, Mittelwand, Kaminwand

Weitere Felsen im Inselberggebiet:

Meisenstein, Treppenstein

Gestein:

Meist ist Porphyr anzutreffen, der fast überall fest ist.
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Hohe Tatra

Hohe Tatra – Bergwanderungen

Hohe Tatra
Die Hohe Tatra ist das kleinste Gebirge Europas, besitzt aber alpinen Charakter. Die Gipfel sind stark gegliedert und erscheinen auf den ersten Blick sehr anspruchsvoll.
Heute stellt die Hohe Tatra ein beliebtes Ziel für Wanderer und Kletterer dar. Die Wanderwege in den Tälern sind leicht zugänglich und gut markiert. Auch Anfänger finden hier sofort Gefallen an den Touren und der Natur, nicht zu vergessen die kulinarischen Genüsse, welche für unseren Geldbeutel als preisgünstig erscheinen.
Die meisten Wanderwege verlaufen auf guten Wegen, welche meist gut markiert sind. Einige stellen erfordern Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.

Reisebericht: Hohe Tatra – Ein Riesengebirge auf nur 70 km Breite

Autoren: Sebastian, Daniel

Die AutorenWem die Alpen zu hoch und die Mittelgebirge zu klein sind, der findet eine echte Alternative in der Hohen Tatra. Wandern, Hüttentrekking und alpines Bergsteigen, alles das ist in dem kleinsten Riesengebirge der Welt möglich.
Der Reiz der Hohen Tatra war für uns, weniger die anspruchsvollen Kletterrouten, viel mehr das Erlebnis Riesengebirge auf nur 70 km Breite.
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Die Taktik des Höhenbergsteigens

Notfalltherapie bei Höhenkrankheiten

Abstieg: bestmögliche Therapieform für alle Formen der Höhenkrankheiten
Dexamethosan: Cortisonpräperat, das bei einem Höhenhirnödem eingesetzt werden kann
Nifedipin retard: Blutdrucksenkendes Mittel, das bei Höhenlungenödem eingesetzt werden kann
Sauerstoff: zeitlich begrenztes Medikament für alle Formen der Höhenkrankheit
Überdrucksack: Polyamidsack, in dem Überdruck von 220mbar (ähnlich dem Abstieg um 2500 – 3500m) erzeugt wird, zeitlich unbegrenzt für alle Formen des Höhenbergsteigens
überdrucksack

Einer der Hauptreize von Expeditionen ist das Erlebnis von Höhe. Die richtige Akklimatisation zählt dabei zu den wichtigsten Voraussetzungen für das Gelingen einer Expedition oder Trekkingtour. Wie Sie sich vor den Folgen des Sauerstoffmangels am besten schützen können verrät Ihnen Thomas Lämmle.

(Archiviert aus DAV Panorama 6/2001)

Ein rascher Höhenaufstieg, zum Beispiel durch eine Seilbahn-auffahrt oder einen Druckabfall im Flugzeug, kann bereits ab 1500 Meter zu messbaren Funktionsbeeinträchtigungen komplexer Gehirnfunktionen führen. Bei raschem Aufstieg auf 4000 Meter treten Schwindel, Herz- und Atemstörungen, ab circa 5000 Meter Gleichgewichtsstörungen und Sehverminderung auf. Ab 6000 Meter muss man mit Bewegungsstörungen, Krämpfen und Bewusstlosigkeit rechnen. Oberhalb von 7000 Meter werden rund 80 Prozent, auf Everesthöhe (8850 Meter) praktisch 100 Prozent der Menschen innerhalb von zwei bis drei Minuten bewusstlos und sterben kurz darauf. Ein sehr schneller Aufstieg in große Höhen ist also stets ein lebensbedrohliches Ereignis. Je langsamer dagegen ein Höhenaufstieg erfolgt, desto eher kann sich der Organismus an den herrschenden Umgebungsdruck anpassen und desto länger ist ein Überleben in großen Höhen möglich.

Hinsichtlich der Akklimatisationsgeschwindigkeit und Höhentoleranz bestehen große individuelle Unterschiede. Einige Menschen passen sich sehr schnell an, andere dagegen einwickeln unter gleichen Bedingungen eine akute Höhenkrankheit bzw. benötigen mehr Zeit bis zum Erreichen der vollständigen Akklimatisation. Nur sehr wenige Menschen sind nicht in der Lage, sich der Höhe, sprich dem verminderten Sauerstoffpartialdruck, anzupassen. Im Grunde genommen besitzt jeder Mensch diese Fähigkeit, vorausgesetzt er hat ausreichend Zeit zur Verfügung.

Halten Sie oberhalb von 2.500 bis 3.000 Meter die taktischen Regeln des Höhenbergsteigens konsequent ein, um eine gesundheitliche Gefährdung durch akute Höhenkrankheit zu verhindern! Höhenmediziner betonen, dass schwere Formen der akuten Höhenkrankheit mit konsequenter Höhentaktik absolut vermeidbar sind. In den „10 goldenen Regeln des Höhenbergsteigens“ (Lämmle 2000) wird das richtige taktische Verhalten in großen und extremen Höhen in Kurzform erläutert.
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Kasachstan/Kirgistan und weiter in das Tien Shan zum Khan Tengri

Reisebericht

Das TeamTien Shan – ein wunderbar fremdländisches Wort, mit dem ich bisher nichts zutun hatte, das sollte sich bald ändern. Nachdem Danny mich also für diese Tour begeistert hatte, was wohl in allem 20 Sekunden dauerte, machte wir uns an die Arbeit. Das ganze sollte von uns allein auf die Beine gestellt werden, keine Agentur und kein Bergführer, der uns auf den Gipfel zieht. Ansonsten wollten wir alles im Alpinestil klettern. Bei den Vorbereitungen kamen uns viele Leute zu Hilfe, die noch aus Zeiten der DDR Kontakt hatten, bzw. dort waren. Besonders half uns aber trotzdem das Internet, wodurch ich Kontakt mit MARAT AINSANOV aufnehmen konnte. Ein Mann, wie sich herausstellte, der sich bestens in diesem Gebiet auskannte. Er half uns die Formalitäten, die alleine für die Einreise nötig waren zu besorgen und organisierte letztendlich die Anreise ins Basislager. Ohne die einschlägigen Kenntnisse von Marat wäre uns die ganze Tour um das doppelte teurer gekommen. Hier im Land zählte nur der harte Doller und die Erfahrungen, ihn richtig zu dosieren. Ansonsten ist man schon Pleite, ohne im Basislager angekommen zu sein.
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