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Festigkeit von Sicherungsmitteln im Eis

Archiviert aus: DAV Panorama 2/2005,“Eiskalt und doch brandheiß“, von Chris Semmel und Dieter Stopper

Klettern an gefrorenen Wasserfällen gilt als eine der gefährlichsten Spielformen des Bergsteigens. Neben der Frage nach der Lawinengefahr muss die Stabilität des gesamten Wasserfalls, die Eisqualität und der Routenverlauf bezüglich Eisschlaggefahr und Absicherbarkeit beurteilt werden. Bringt man schließlich eine Schraube im Eis an, bleibt die quälende Frage, ob und was diese hält.

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1. Eisklettern – Einleitung

Autor: Frank Bültge

Säule bei KanderstegDie britische Klettererlegende Joe Brown sagte einmal, dass jede Kletterei, die mit Steigeisen leichter zu bewältigen sei als ohne, als Eiskletterei betrachtet werden kann. Eine derart weitgefasste Definition ist heute notwendig, um sämtliche Spielformen des modernen Eiskletterns zu erfassen. Eine dieser Spielformen ist das Wassereisklettem: Wo immer Wasser und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zusammentreffen, entsteht Wassereis. Dieser Umstand lässt gerade in den Hochwintermonaten Dezember bis Februar in vielen Alpentälern Klettergerüste aus Eis wachsen – gefrorene Wasserfälle und wassereisüberzogene Felswände. Noch vor zehn Jahren galten Begehungen gefrorener Wasserfälle als besondere Herausforderungen für erfahrene „alpine Eiskletterer“. Man lernte die Klettermaterie Eis im alpinen Gelände kennen und brachte diese Erfahrungen in das Wasserfallklettern ein. Ähnlich wie im Felsbereich hat sich auch im Eisklettern die Entwicklung umgekehrt. Übereinstimmungen zwischen den athletischen und bewegungstechnischen Voraussetzungen von Wassereisklettem und Sportklettern im Fels, eine rasante Entwicklung im Ausrüstungsbereich und die gute Erreichbarkeit vieler Wasserfälle sind die Ursachen für den Trendwandel: Heute finden sich unter den Anfängern des Eiskletterns mehr Sportkletterer als Alpinisten. Wassereis ist oftmals auch die Materie des Einsteigers und nicht mehr nur die des Meisters. Dies ist die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite werden von diesen Meistern gerade im Wassereis die Grenzen des Machbaren immer weiter hinausgeschoben. Um diesem Status quo gerecht zu werden, beschreiben auch ich hier den Einstieg in das Eisklettern über das Wassereisklettem und setzen dabei lediglich Kenntnisse aus dem Bereich des Sportkletterns im Klettergarten voraus. Steileisklettern ist also sportliches Klettern im Eis. Es fordert Mut, Kraft, Ausdauer und eine gute Moral. Eisklettern bietet besonders vielfältige Möglichkeiten an: von steilsten Eisrinnen über große alpine Wände bis hin zu gefrorenen Wasserfällen. Wobei die extremste Form das Mixed Climbs ist, das kombinierte Klettern in Eis und Fels.Ich werde besonders auf die Technik des Eiskletterns eingehen, denn ein gewisses technisches Verständnis ist von großem Vorteil beim Wasserfallklettern. Außerdem gibt es eine Vielzahl von technischen Geräten, mit zum Teil großen Unterschieden in ihrer Leistungsfähigkeit. Ich hoffe, dass ich den Profis einige News vermitteln kann. Aber gerade den Neueinsteigern möchte ich hirmit einen Einstieg in diese wundervolle Sportart ermöglichen.
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2. Sicherungstechnik beim Eisklettern

2.1 Absicherungsmittel

Eisschrauben
Bildnachweis [7]

Vorwiegend sichert man mit Eisschrauben, deren Qualität sich in den letzten Jahren stark verbessert hat. Hierbei kann man zwischen verschiedenen Materialien. Aber auch Schlingen kommen immer wieder zum Einsatz. Eisschrauben bieten eine Haltbarkeit in solidem Eis von über 1000 kp. Sie werden stets in Verbindung mit einer Expressschlinge verwendet. Bei bestimmten Routen, besonders im Mixed Climbs[8] Bereich, benötigt man zusätzlich ein Sortiment Felssicherungsmittel.
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3. Klettertechniken beim Eisklettern

3.1 Fußtechnik

Wie beim Felsklettern müssen auch hier alle Techniken ausgiebig trainiert werden. Das Treten und Greifen sind die Bewegungsmerkmale des Eiskletterns. Wobei das Greifen meist durch ein Schlagen mit der Eisaxt ersetzt wird. Wie beim Felsklettern kommt auch beim Eisklettern das Treten der vorrangigen Bedeutung zu. Treten bedeutet allerdings im Eis das Schlagen der Steigeisen ins Eis. Dabei unterscheidet man zwei grundsätzliche Techniken. Zum einem die Frontalzackentechnik und zum anderen die Vertikalzackentechnik. Weiterlesen