Schlagwort-Archive: Italien

Klettern in Italien – Finale Ligure

Klettern am MeerFinale Ligure, sagten alle, sei sehr schön, der Fels rauh und die Temperaturen ganzjährig zum Klettern geeignet. Gut, dachten wir uns, und fuhren Ende Februar hin. Hier nun ein paar Infos für Nachahmer.

Anfahrt

Zunächst sollte man wissen, dass Finale Ligure im SW von Genua liegt und somit eine ganze Ecke von Mitteldeutschland entfernt. Der Routenplaner wird um die 1000km angeben, aber die Fahrt lohnt sich in jedem Falle, das im Vorfeld. Zu bedenken gibt es, dass man Vignetten für Österreich (Pfändertunnel gehört strenggenommen schon zur Autobahn, also auch bei Fahrt über Bregenz direkt Vignettenpflicht) und die Schweiz erwerben muss, will man über den San Bernadino Pass, die wohl kürzeste Variante, fahren. Auch in Italien wird Autobahnmaut erhoben.
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Hohe Wände im Sarcatal – Klassische und moderne Routen

Kletterführer SarcetalAktualisierte, neue Ausgabe des Kletterführers, der ursprünglich aus einer tiefen Leidenschaft für das Klettern und vor allem für das Sarcatal und die umgebenden Berge entstand. Alle Wände und alle Routen werden hier beschrieben: Sowohl die neuen, modernen ortkletterrouten in perfektem Fels und mit guter Absicherung als auch die Wege, die gemeinhin als klassisch bezeichnet werden, die meist traditionell abgesichert sind und deshalb oft genug noch richtige Abenteuer in der Senkrechten bieten.
Wie schon in der letzten Ausgabe liefert der Autor exakteste Topos, genaue geschichtliche und logistische Hinweise sowie eine umfassende Bewertung der Schwierigkeit und Schönheit der Routen.
Im neuen Kletterführer kamen 90 Routenbeschreibungen hinzu, die grafische Gestaltung ist jetzt mehrfarbig und es gibt eine Ausgabe in komplett deutscher Sprache.

  • Übersetzung: Gerd Zimmermann
  • Jahr: 2007
  • Seiten: 428
  • Preis: 27,90 EUR
  • Sprache: D
  • ISBN: 88 87 890 439
  • Bestellung Online

Klettern auf Sizilien

Klettern auf SizilienDas Wetter in Deutschland ist wieder Grau und nass, nicht genügend Kälte für das Eisklettern, zu wenig Motivation für das Plastikturnen und zu viel Fernweh für den heimischen Boulder?

Dann nichts wie weg – eine „Billigflieger“ gesucht und in den warmen Süden bei festem Gestein und ausreichend Routen für dicke Unterarme und schmerzende Finger. Sizilien – die Insel im Mittelmeer ist ein solches Ziel.
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Klettern am Gardasee

Colodri„Ich weiß noch ganz genau, als ich das erste Bonbon von meinem Großvater bekam.“ Ohne den Bezug zu verlieren, aber ähnlich war es auf meiner ersten Reise zu den Wänden des Sarca Tales. Der „Alterspräsident“ des KVFL Bernd – hatte mich damals in das Klettern und Genießen in der Nähe des Gardasees eingeführt und ich lernte die Vorzüge von mediterranem Klima und die Vielzahl an Möglichkeiten zum Klettern kennen. Ob als Einsteiger die Schleicher um Baone und Sonnenplatten oder für die Meister des vertikalen Turnens, die weit überhängenden Routen in Massone, genauso wie die alpinen Klassiker in der Colodri, Rupe Secca und Cima alle Coste oder einen der vielen wunderschönen Klettersteige.

Mittlerweile ist das Gebiet um Arco immer für einen Trip gut und es sind diverse Tage und Wochen zusammen gekommen, die man dort verweilt. Aber noch immer ist es wie beim ersten mal, sobald man die monotone Autobahnfahrt an der Ausfahrt Trento Cento beendet hat, biegt man in die schöne Landschaft des Sarca Tales und die Fahrt ist vergessen. Ab nun ist man gefesselt von den vielen Kalkwänden, dem vielen Grün und dem angenehmen Klima. Meist halte ich dann am ersten See und mache Picknick, die Eindrücke genießen und abspannen, bevor es dann an die ersten Routen geht oder eine der vielen gemütlichen Rusticos aufgesucht werden um Pizza und Bier zu bestellen. Abends findet man dann meist etwas Livemusik und eine schöne Sitzgelegenheit inmitten des Lebens oder weit über der Stadt und genießt den Ausblick wie ich das in Deutschland vermisse.

So viel zur Vorgeschichte und dem Lob auf ein Gebiet, was auch im Zeitalter des Massentourismus noch immer eine Reise wert ist.
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Eisklettern im Pustertal – Rein in Taufers

Autor: Volker

Zusammengefasst …

Eisklettern in Rein in Taufers – wo ein italienisches Tälchen an der Österreich-Grenze endet. Diesmal hatten Bernd, Frank und ich noch Basti dabei, der im alter von 23 Jahren den Altersdurchschnitt wirksam senkte. So konnten wir mit Optimismus auf das Eis einschlagen mit den schönen bissigen Äxten. „denk dran, Volker, die Axt muss sitzen“ sagt Frank unser verlässlicher Vorsteiger gern, wenn man mal eine leichte Passage selbst vorsteigt. Was das wirklich heißt, merkt man am besten, wenn man eine von Frank am Standplatz gesetzte Axt wieder mitnehmen will – auch in Arco sind sie zu teuer, um sie dort, wo sie gerade so schön sitzen, sitzen zu lassen. Außerdem sind es wirklich schöne Teile.
Das Eis war gut in dieser Saison und wenn es mal nicht so gut war, hat das eh Frank gemacht. Nicht so gutes Eis hat mehr eingelagerte Luft, je mehr desto schlechter. Wir hatten auch durchsichtiges Eis ohne Luft, unter dem noch der Wasserfall fiel, mit einem gedämpften Ton, und wir hatten einen fast überhängenden Ausstieg aus einem Felsstandplatz in sonnendurchschienene Eisgalerien. Das schöne war da, wo wir waren.
Vor dem Dunkelwerden konnte man noch die schöne Skiloipe entlang hasten. Das ist praktisch eingerichtet für Eiskletterer, die hinterher zum Vasa-Lauf fahren. Im übrigen war Franks schöne Frau Conny mit schöner Tochter Nima dabei. Besonders Nima, die noch nicht läuft, hat den Altersdurchschnitt nach unten gerissen, leider nicht in der Klettergruppe. Aber das wird ja noch. Für alle Nepal-Erfahrenen: Der Name Nima ist mongolisch inspiriert, nicht nepalesisch. Deshalb eignet er sich auch für eine Tochter. Praktisch ist, dass demnächst auch der Sohn Nima heißen kann, nepalesisch inspiriert. So hoffen wir, denn sonst kommt nur Reudiger in Frage und das ist ja kein schöner Name. (nicht wundern, nur für Insider)
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