{"id":14,"date":"2003-10-29T15:25:13","date_gmt":"2003-10-29T13:25:13","guid":{"rendered":"http:\/\/kvfl.com\/klettern-im-felsparadies-der-dolomiten\/14"},"modified":"2003-10-29T15:25:13","modified_gmt":"2003-10-29T13:25:13","slug":"klettern-im-felsparadies-der-dolomiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kvfl.com\/blog\/klettern-im-felsparadies-der-dolomiten\/14\/","title":{"rendered":"Klettern im Felsparadies Dolomiten"},"content":{"rendered":"<h2>Dolomiten\/Brentagruppe Campanile Basso (Guglia di Brenta), 2883 m, S\u00fcdwestverschneidung, &#8222;Fehrmann&#8220; (SW)<\/h2>\n<h3>Die Bilderbuchverschneidung am &#8222;Weltr\u00e4tsel aus Stein&#8220;<\/h3>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/dolomiten\/faehrmann-ver.jpg\" alt=\"Verschneidung\" \/><br \/>\nMit der auffallenden S\u00fcdwestverschneidung hat sich neben Paul Preu\u00df (Preu\u00dfwand) ein zweiter gro\u00dfer Trendsetter in Sachen Freiklettern am Campanile Basso verewigt: der Eibsandsteinpionier und Initiator des s\u00e4chsischen Bergsteigens Rudolf Fehrmann. Die &#8222;Fehrmannverschneidung&#8220;, welche die Westwand des Campanile Basso mit der turmartigen Schulter bildet, ist hier die offensichtlichste und klassische Linie. Die Kletterei an diesem aufgeschlagenen Buch aus bestem Fels ist ebenso ideal und geradlinig kontinuierlich wie die Linie selbst. Wer von der gro\u00dfen Schulter, an der die ,Verschneidung endet, noch bis zum Gipfel will, findet im Normalweg (&#8222;Ampfererwand&#8220;), auf den man fast unmittelbar am Ausstieg trifft, die logische Fortsetzung der Tour. Wer&#8217;s versch\u00e4rfter braucht, w\u00e4hlt die &#8222;Preu\u00dfwand&#8220;.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<h3>Routenbeschreibung<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>Ausgangspunkt:<\/strong> Etwa in Ortsmitte von Madonna di Campiglio zweigt von der Hauptstra\u00dfe der Fahrweg zum Rifugio Vallesinella ab; gro\u00dfer, kostenpflichtiger Parkplatz; kleinerer kostenloser vorher(30min mehr Fu\u00dfweg).\n<li><strong>Zugang zur H\u00fctte: <\/strong>Vom Parkplatz am Rifugio Vallesinella auf bezeichnetem, abwechslungsreichen Wanderweg zum Rifugio Brentei (sch\u00f6ne Zeltpl\u00e4tze hinter der H\u00fctte); etwa 2 Std.<\/li>\n<li><strong>Zustieg:<\/strong> Vom Rifugio Brentei auf dem Weg zur Bocca di Brenta bis unter die Westwand des Campanile Basso. Rechts der SW-Kante an den Wandfu\u00df, in Fallinie der Verschneidung; % Std.<\/li>\n<li><strong>Einstieg:<\/strong> Auf einem schmalen Band, das zur S\u00fcdwestkante (&#8222;Grafferkante&#8220;) leitet, bei einer steilen, schr\u00e4g nach rechts emporziehenden Rampe.<br \/>\n<img decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/dolomiten\/seilschaft.jpg\" alt=\"Seilschaft\" \/><\/p>\n<li><strong>Routenverlauf:<\/strong> Zwei Seill\u00e4ngen schr\u00e4g rechts empor bis zum Beginn der Verschneidung (Terrasse). Nun immer der Verschneidung folgen. Unterhalb der gro\u00dfen Schulter verbreitert sie sich zu einem unangenehmen Kamin, den man aber in wunderbarer Plattenkletterei rechts umgehen kann. Mittels eines Quergangs gelangt man schlie\u00dflich auf die Schulter. Nun auf dem Normalweg (&#8222;Ampfererwand&#8220;) weiter zum Gipfel.<\/li>\n<li><strong>Abstieg:<\/strong> Abseilpiste entlang des Normalweges (gebohrte Ringe). Doppelseil! Will man nach dem Ende der Fehrmannverschneidung gleich absteigen, mu\u00df man auf dem &#8222;Stradone Provinciale&#8220; bis in die Ostseite queren. Abseilring oberhalb einer kaminartigen Rinne rechts der S\u00fcdostkante (Einstieg zur &#8222;Preu\u00dfwand&#8220;). Zum Wandfu\u00df etwa 1 Std.<\/li>\n<li><strong>Hinweis:<\/strong> Stand- und Zwischenhaken sind vorhanden. Zus\u00e4tzlich lassen sich sehr gut Klemmkeile und Friends unterbringen.<\/li>\n<li><strong>Eistip:<\/strong> Gleich hinter der H\u00fctte befindet sich eine wunderbare Eisrinne, die eine Neigung bis zu 55\u00b0 aufweist. Das gute st\u00fcck ist durchg\u00e4ngig im festen Eis und Firn und liegt fast den ganzen Tag im Schatten. F\u00fcr diese Tour sollte man mindestens 8 Stunden einplanen, da der Abstieg sehr lang ist. Als Ausr\u00fcstung sollten einige Eisschrauben gen\u00fcgen, um Standpl\u00e4tze einzurichten. Siehe Bild!<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Dolomiten\/Sellagruppe Sellat\u00fcrme, Dritter Sellaturm, 2688 m, Westwand, &#8222;Vinatzer&#8220; (W)<\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/dolomiten\/vinatzer2.jpg\" alt=\"Schl\u00fcsselstelle\" \/><\/p>\n<h3>Beliebte und anspruchsvolle Verschneidungskletterei<\/h3>\n<p>Der dritte ist der h\u00f6chste und imposanteste der Sellat\u00fcrme. Seine Westwand wirkt, vom Sellajoch aus betrachtet, sehr steil und geschlossen. Durch den zentralen Wandteil f\u00fchrt die &#8222;Vinatzer&#8220;, eine der beliebtesten Routen an den Sellat\u00fcrmen. Bei Hochbetrieb kann man den Routenverlauf wunderbar an den wie Perlen aufgereihten Seilschaften studieren. Die Schl\u00fcsselseill\u00e4nge nach dem Spiralband &#8211; ein Fingerri\u00df, der in einen \u00dcberhang m\u00fcndet &#8211; ist recht knackig und mit der \u00fcblichen Bewertung (V-) bei v\u00f6llig freier Kletterei &#8222;leicht&#8220; unterbewertet. Im \u00fcbrigen herrscht sch\u00f6ne, anspruchsvolle Verschneidungskletterei in festem Fels vor.<\/p>\n<h3>Routenbeschreibung<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>Ausgangspunkt:<\/strong> Sellapa\u00dfh\u00f6he, 2244 m.<\/li>\n<li><strong>Zustieg: <\/strong>Vom Sellajoch dem Weg Richtung P\u00f6\u00dfneckersteig folgen, dann auf Steigspuren unterhalb der Nordwand des Zweiten Sellaturms ansteigen bis zur Schlucht zwischen Zweitem und Drittem Sellaturm<\/li>\n<li><strong>Einstieg:<\/strong> Links der Schlucht, links unterhalb einer schwarz-gelben Nische.<\/li>\n<li><img decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/dolomiten\/vinatzer.jpg\" alt=\"Sellaturm\" \/><strong>Routenverlauf: <\/strong>Die Route folgt im wesentlichen einem mitten durch die kompakte Westwand ziehenden Ri\u00df- und Verschneidungssystem,<br \/>\ndas von rechts her erreicht wird. Im oberen Teil m\u00fcndet die Route auf den &#8222;Jahnweg&#8220;. <\/li>\n<li><strong>Abstieg:<\/strong> Vom Gipfel auf Steigspuren wenige Meter Richtung Piz Ciavazes absteigen. Nach links zu einem Abseilring und 25 m abseilen. Roten Markierungen folgend, im ganzen linkshaltend auf das Spiralband absteigen (II &#8211; III, stellenweise ausgesetzt). Auf diesem zur\u00fcck zum Einstieg und zur Schlucht. Durch die Schlucht etwa 100 Meter abklettern (Stellen II &#8211; III), bis sie steiler abbricht. Hier f\u00fchrt nach links ein schmales Band aus dem unmittelbaren Schluchtbereich heraus. Vom Ende dieses Bandes etwa 5 m ausgesetzt zu einem Abseilring absteigen. 2&#215;15 und 1 x 25 m bis zum Wandfu\u00df abseilen. Auf Pfadspuren zur\u00fcck zum Sellapa\u00df.<\/li>\n<li><strong>Hinweis: <\/strong>Stand- und Zwischenhaken vorhanden. Zus\u00e4tzlich ein Sortiment Keile (Stopper), besonders f\u00fcr die Schl\u00fcsselseill\u00e4nge, sehr empfehlenswert.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Zus\u00e4tzliche Info&#8217;s<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>Wetter?: <\/strong>unter folgender Adresse k\u00f6nnt Ihr das aktuelle Wetter f\u00fcr die Brentagruppe abrufen &#8211; <a href=\"http:\/\/www.meteotrentino.it\/aspweb\/index.asp\">http:\/\/www.meteotrentino.it\/aspweb\/index.asp<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h3>Literaturnachweis: <\/h3>\n<p>s\u00e4mtliche Topo&#8217;s und unmengen mehr Info&#8217;s findet Ihr in folgender Literatur<\/p>\n<ul>\n<li><em>Anette K\u00f6hler\/Norbert Memmel: Felsparadies Dolomiten<\/em>, 100 und einmal Klettergenu\u00df&#8220; Bergverlag Rother M\u00fcnchen 1997 (auch als CD-ROM); ISBN 3-7633-3015-1<\/li>\n<li><em>Edwin Schmitt: Tourendisk Version 2.0<\/em>, Bergverlag Rother M\u00fcnchen 1997<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dolomiten\/Brentagruppe Campanile Basso (Guglia di Brenta), 2883 m, S\u00fcdwestverschneidung, &#8222;Fehrmann&#8220; (SW) Die Bilderbuchverschneidung am &#8222;Weltr\u00e4tsel aus Stein&#8220; Mit der auffallenden S\u00fcdwestverschneidung hat sich neben Paul Preu\u00df (Preu\u00dfwand) ein zweiter gro\u00dfer Trendsetter in Sachen Freiklettern am Campanile Basso verewigt: der Eibsandsteinpionier und Initiator des s\u00e4chsischen Bergsteigens Rudolf Fehrmann. 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