{"id":20,"date":"2000-10-15T08:13:55","date_gmt":"2000-10-15T06:13:55","guid":{"rendered":"http:\/\/kvfl.com\/skandinavienrundreise-august-2000\/20\/"},"modified":"2000-10-15T08:13:55","modified_gmt":"2000-10-15T06:13:55","slug":"skandinavienrundreise-august-2000","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kvfl.com\/blog\/skandinavienrundreise-august-2000\/20\/","title":{"rendered":"Skandinavienrundreise"},"content":{"rendered":"<p class=\"autor\">Autor: Uwe<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/uwe.jpg\" alt=\"Der Autor\" \/>Jedes Jahr die selbe schwierige Frage, wohin soll die Urlaubsreise gehen? Im Prinzip liebe ich ja die w\u00e4rmeren Gefilde aber trotzdem zieht es mich immer wieder gen Norden. Der gro\u00dfe Vorteil, au\u00dfer einem kurzen Anruf bei der F\u00e4hrlinie zwecks Reservierung der \u00dcberfahrt, bedarf es keiner gr\u00f6\u00dferen Vorbereitungen.<\/p>\n<p>Meine Route f\u00fchrte mich auf dem k\u00fcrzesten Wege nach Sa\u00dfnitz zur F\u00e4hre Richtung Trelleborg. Da ich den S\u00fcden Schwedens schon kannte, brachte ich diesen auf dem k\u00fcrzesten Wege hinter mich. Mittel- u. Nordschweden hat mit seinen schier unendlichen W\u00e4ldern einen besonderen Reiz, vor allem f\u00fcr Leute die auf der Suche nach Ruhe sind. \u00dcber Mora [ gr\u00f6\u00dfter B\u00e4renpark Europas ] und \u00d6stersund ging es nach Arvidsjaur [bedeutendes Zentrum samischer Kultur]. N\u00e4chste Station war Jokkmok mit dem angrenzendem Muddus- Nationalpark. Weiter nach Kiruna, letzte gro\u00dfe Stadt Nordschwedens [lohnt aber keinen gr\u00f6\u00dferen Aufenthalt]. Daf\u00fcr kommt ein paar Kilometer weiter Richtung norwegische Grenze der Abisko- Nationalpark. Hier endet der l\u00e4ngste Wanderweg Skandinaviens, der Kungsleden.<br \/>\n Kurz hinter dem Abisko habe ich Schweden ersteinmal verlassen [und damit auch das sch\u00f6ne Wetter] und \u00fcber&#8217;s Grenzgebirge nach Norwegen gefahren. Mit dem Wechsel von Schweden nach Norwegen \u00e4ndert sich auch das Erscheinungsbild der Landschaft grundlegend.<!--more--> Von nun an geht&#8217;s auf verschlungenen K\u00fcstenstra\u00dfen entlang der unz\u00e4hligen Fjorde. Von Alta aus sollte man unbedingt einen Abstecher zum Alta-Canyon machen [tiefster Canyon Europas]. Aber Vorsicht, es gibt auch in Skandinavien Ganoven. W\u00e4hrend meiner Wanderung zum Canyon [ca. 4-5 h] wurde mein Auto aufgebrochen und ausgeraubt. Nachdem ich den Schaden angezeigt habe und ihn in einer Werkstatt provisorisch reparieren lie\u00df, ging es weiter zum n\u00f6rdlichsten Punkt meiner Reise, Hammerfest. Die n\u00f6rdlichste Stadt Europas [bis vor einigen Jahren sogar n\u00f6rdlichste Stadt der Welt aber mittlerweile hat ein Ort im Norden Alaskas Stadtrecht bekommen] hat mit ihren bunten kleinen Holzh\u00e4usern einen unwiederstehlichen Charme. Eigentlich sollte man hier ein paar Tage verweilen aber der Urlaub ist wie immer viel zu kurz. Hier oben gibt es wundersch\u00f6ne Buchten mit herrlichem Ausblick aufs Nordmeer, die geradezu zum Zelten einladen [ein dicker Schlafsack ist aber selbst im Hochsommer von Vorteil, es wird nachts empfindlich kalt]. Man sollte sich auch nicht wundern, wenn fr\u00fchs einmal ein paar Rentiere vor dem Zelt grasen. Nach einem Erfahrungsaustausch mit einem K\u00f6lner Biker habe ich das Nordcap von meiner Liste sehenswerter Orte gestrichen. Au\u00dfer das es eine Menge Geld kostet dorthin zu kommen [teure Tunneldurchfahrt und Eintritt], gibt es nichts zu sehen, was man an unz\u00e4hligen anderen Stellen hier oben nicht auch kostenlos sehen k\u00f6nnte. Von Hammerfest bin ich durch die norwegische Finnmark \u00fcber Karasjok nach Finnland aufgebrochen. Nach einem kurzen Abstecher zur russischen Grenze [ca. 200 km Schotterpiste], ging es gen S\u00fcden durch den d\u00fcnnbesiedelten waldreichen Norden Finnlands. Leider regnete es f\u00fcnf Tage ununterbrochen. F\u00fcr Nordfinnland gilt im Prinzip das selbe wie f\u00fcr Nordschweden, Wald, Wald und noch mal Wald und unendliche Ruhe. Der Vorteil gegen\u00fcber Norwegen u. Schweden sind die Preise, es ist alles [au\u00dfer Benzin u. Alkohol] etwas billiger. Wer mit dem Auto unterwegs ist sollte trotzdem so viel Verpflegung mitnehmen wie m\u00f6glich. N\u00e4chster Halt, Rovaniemi am Polarkreis. Hier ist die Heimat des Weihnachtsmannes [das ist sogar patentrechtlich gesch\u00fctzt!] Wer will, kann vom Weihnachtsmannpostamt einen Weihnachtsgru\u00df an die lieben Kleinen schicken, der dann p\u00fcnktlich zu Weinachten zugestellt wird. Die finnische Messerschmiede Marttiini hat hier ihren Sitz. Es gibt im Verwaltungsgeb\u00e4ude ein kleines Museum zur Firmengeschichte u. einen Werksverkauf [unbedingt besuchen !] Da ich vom Dauerregen nun gr\u00fcndlich die Schnauze voll hatte, bin ich auf dem schnellsten Weg wieder Richtung Schweden gefahren. Am Grenzfluss zwischen Finnland u. Schweden, dem Torne\u00e4lf nahe Tornio habe ich dann wieder mein Lager aufgeschlagen. Einen Abstecher zu den 15 km n\u00f6rdlich gelegenen Stromschnellen Kukkolaforsen sollte man nicht vers\u00e4umen. Da mich die K\u00fcste Norwegens so sehr begeistert hat, bin ich wieder quer durch Schweden westw\u00e4rts nach Norwegen gefahren. Entlang der K\u00fcstenstra\u00dfe ging&#8217;s dann nach S\u00fcden bis Trondheim. F\u00fcr Trondheim sollte man sich etwas Zeit nehmen, denn die alte K\u00f6nigsstadt [mehrere Jahrhunderte Hauptstadt Norwegens] hat einiges sehenswertes zu bieten [u.a. den alten K\u00f6nigspalast, das gr\u00f6\u00dfte Holzbauwerk n\u00f6rdlich der Alpen]. Von Trondheim sollte man unbedingt einen Abstecher nach R\u00f6ros machen. Der kleine Bergbauort ist im Prinzip ein riesiges Freilichtmuseum [Unesco-Weltkulturerbe] und gibt Einblick in mehrere Jahrhunderte Bergbaugeschichte. Weiter f\u00fchrte mich mein Weg Richtung Jotunheimen, dem Heim der Riesen. Auf der h\u00f6chsten Passstrasse Norwegens f\u00e4hrt man vorbei an mehreren Gletschern u. Bergseen. Am s\u00fcdlichen Ende der Passstra\u00dfe ist direkt an einem Bergsee mit mehreren Wasserf\u00e4llen einer der sch\u00f6nsten Zeltpl\u00e4tze auf denen ich w\u00e4hrend meiner Reise \u00fcbernachtete. Ein unbedingtes Muss ist ein Besuch der Stabkirchen von Lom, Urnes u. Borgund. Die sehenswerteste u. \u00e4lteste [ca.900 Jahre] ist die von Urnes. Sie liegt am anderen Ufer eines Fjordes und ist nur \u00fcber eine F\u00e4hre zu erreichen. Da die Zeit langsam knapp wurde, musste ich nun langsam die Heimreise antreten. Zum Abschluss habe ich mir noch eine \u00dcberfahrt \u00fcber die neue \u00d6resundbr\u00fccke geg\u00f6nnt [sehr imposantes Bauwerk, aber ein sehr teurer Spa\u00df, ca.80 DM]. Die letzten 800km hatte ich recht z\u00fcgig hinter mich gebracht, da war noch ein Tag f\u00fcr Kopenhagen drin. Dann war&#8217;s aber entg\u00fcltig Zeit die Zelte f\u00fcr dieses Jahr in Skandinavien abzubrechen.<br \/>\nEigentlich sollte ich meine Reiseeindr\u00fccke in ein paar S\u00e4tze fassen. Ich habe zwar versucht mich kurz zu fassen aber es ist schwierig die Eindr\u00fccke von 9000km quer durch Skandinavien in wenigen S\u00e4tzen wiederzugeben.<br \/>\nWenn ich irgendjemandem mit der einen oder anderen Information noch weiterhelfen kann, will ich das gerne tun. Einfach mailen an:<\/p>\n<p><q cite=\"Uwe Stein\">In diesem Sinne, bis demn\u00e4chst irgendwo in Skandinavien. <\/q><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor: Uwe Jedes Jahr die selbe schwierige Frage, wohin soll die Urlaubsreise gehen? Im Prinzip liebe ich ja die w\u00e4rmeren Gefilde aber trotzdem zieht es mich immer wieder gen Norden. Der gro\u00dfe Vorteil, au\u00dfer einem kurzen Anruf bei der F\u00e4hrlinie zwecks Reservierung der \u00dcberfahrt, bedarf es keiner gr\u00f6\u00dferen Vorbereitungen. 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