{"id":22,"date":"2001-04-21T08:20:23","date_gmt":"2001-04-21T07:20:23","guid":{"rendered":"http:\/\/kvfl.com\/besteigung-des-mtcook-aorangi-in-neuseeland-am-ende-der-welt\/22\/"},"modified":"2015-02-07T20:04:22","modified_gmt":"2015-02-07T19:04:22","slug":"besteigung-des-mtcook-aorangi-in-neuseeland-am-ende-der-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kvfl.com\/blog\/besteigung-des-mtcook-aorangi-in-neuseeland-am-ende-der-welt\/22\/","title":{"rendered":"Besteigung des Mt.Cook (Aorangi) in Neuseeland &#8211; am Ende der Welt"},"content":{"rendered":"<h3>Ostwand, links der &#8222;Zurbriggen-Ridge&#8220;<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/mtcook\/cookGipfel.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/mtcook\/thcookGipfel.jpg\" alt=\"Gipfel\" title=\"Click f\u00fcr Zoom\" \/><\/a>Nach dreieinhalb Wochen Trecking, quer durch das sch\u00f6ne Land am anderen Ende der Welt, in der mich meine Freundin Conny begleitete, hatte ich mich mit Danny in Wanaka verabredet. Allerdings vor ca. 6 Wochen, in Deutschland. Nach einiger Zeit fand ich ihn dann auch und wir redeten erst einmal viel. Erlebnisse der letzten drei Wochen wurden ausgetauscht und Pl\u00e4ne f\u00fcr unsere geplante Mt.Cook Besteigung gemacht. Dabei wurde mir bewusst, dass Danny ein sehr erfahrener Bergsteiger ist. Deshalb machte ich mir auch etwas Sorgen, ob ich \u00fcberhaupt mithalten kann. Au\u00dferdem hatte er schon die Besteigung des Mt.Aspiring hinter sich, und war damit nat\u00fcrlich gut akklimatisiert. Ich dagegen kam von Meeresniveau und \u00fcberaus relaxt. Aber gut, wir organisierten uns eine Busfahrt zum Mt.Cook-Village und freuten uns auf die n\u00e4chsten f\u00fcnf Wochen, die noch vor uns lagen.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nIn Mt.Cook-Village angekommen, bemerkten wir gleich, wie gut es war so viele Lebensmittel mitzuschleppen. Nahrungsmittel und alle notwendigen Gegenst\u00e4nde sind hier unwahrscheinlich teuer. Hier besorgten wir uns dann einen Flug zum &#8222;Hochlager&#8220; am Berg, die <a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/mtcook\/ostwand.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/mtcook\/thostwand.jpg\" alt=\"GOstwand\" title=\"Click f\u00fcr Zoom\" \/><\/a>&#8222;Plateau-Hut&#8220; auf 2331m. Aber auch der Zeltlpatz im Village gibt manchmal die Gipfelsicht frei. Achten sollte man hier aber auf die Keas (Papageienart), die schnell mal ein verlassenes Zelt zu einem Oper Air Erlebnis machen. Am n\u00e4chsten Morgen geht es dann endlich los, wobei das Flugerlebnis schon eine Reise wert war. Einen Flug kann man mit etwas Gl\u00fcck f\u00fcr 100 &#8211; 150 NZ$ bekommen kann. Einen Talflug kann man dagegen, wenn es noch freie Pl\u00e4tze gibt, schon f\u00fcr 50 NZ$ bekommen. Um dieses zu bekommen gibt es auf der H\u00fctte ein Funkger\u00e4t, welches mit der Talstation verbunden ist. Auf dem Gletscher angekommen konnten wir dann auch endlich dem Gipfel in aller Ruhe bestaunen &#8211; wundervoll. Wir brachten unsere ganzen Vorr\u00e4te in die H\u00fctte und richteten uns einen Schlafplatz ein. Auf der H\u00fctte herrscht immer gro\u00dfes Treiben, da alle Bergsteiger st\u00e4ndig mit Essen machen besch\u00e4ftigt sind. Hier kann man sich auch die neusten Informationen abholen, Erfolge und Fehlschl\u00e4ge nachvollziehen. Aufgrund der Tatsache, dass man hier seine Tour \u00fcber Funk ans Village weitergibt, wissen nat\u00fcrlich auch alle, was man vorhat. Dadurch wurden wir auch anfangs etwas bel\u00e4chelt. &#8222;So eine Tour, die jungen Spunde, &#8230;&#8220; Unser Vorhaben die Ostwand zu besteigen, was seit dem Abrutschen des Gipfels im Jahre 1992 keiner gemacht hatte, nach Angaben im H\u00fcttenbuch, schien f\u00fcr viele etwas \u00fcbertrieben. Aber Danny machte mir Mut und ich f\u00fchlte mich der Sache auch gewachsen. Das Wetter war hervorragend, obwohl wir uns mit Lebensmittel f\u00fcr zwei Wochen eingedeckt hatten, da das wechselhafte Wetter ber\u00fchmtber\u00fcchtigt ist. Der Wecker auf 0:00 Uhr gestellt und wir gingen nach einem ausgiebigen Abendbrot fr\u00fch zu Bett.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/mtcook\/mtcookwand.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/mtcook\/thmtcookwand.jpg\" alt=\"In der Ostwand\" title=\"Click f\u00fcr Zoom\" \/><\/a>Um 23.30 Uhr konnten wir beide schon nicht mehr schlafen und gingen vor die T\u00fcr und schauten nach dem Wetter &#8211; sternenklarer Himmel. Also machten wir uns fertig, kochten noch mal ausgiebig Tee und machten uns 0:45 Uhr auf den Weg.<br \/>\nDas Plateau beherbergt Unmengen von Spalten, deshalb sollte man sich unbedingt Anseilen. Am Bergschlund hatten wir einige Probleme den richtigen Einstieg zu finden. Nach einigen hin und her fanden wir dann unseren Startpunkt, banden uns aus und starteten in die Wand. Unsere Route sollte linker Hand von der &#8222;Zurbriggen-Route&#8220; verlaufen. Ab jetzt war jeder auf sich selbst gestellt. Wir kletterten meist nebeneinander um uns nicht durch herunterfallende Eisbrocken zu gef\u00e4hrden. Die Firn- und Eisverh\u00e4ltnisse erwiesen sich als hervorragend bei einem Neigungswinkel von ca. 50\u00b0 der Wand, wir konnten also z\u00fcgig <a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/mtcook\/ostwandcook.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/mtcook\/thostwandcook.jpg\" alt=\"Ostwand\" title=\"Click f\u00fcr Zoom\" \/><\/a>aufsteigen. Ich erkletterte gegen 6:00 Uhr den letzten Teil des Normalweges, wobei ich noch einiges im zweier Felsgel\u00e4nde klettern musste und dann endlich, den Gipfel vor Augen, den Gipfelgrat erreichte. Danny stieg die Route etwas weiter links aus, wobei er sehr schlechte Verh\u00e4ltnisse in weichem Schnee vorfand. Er erreichte den Gipfel um ca. 8 Uhr und genoss den Ausblick. Ich folgte ihm dann eine Stunde sp\u00e4ter. Zufrieden und mit einem erhobenen Gef\u00fchl gratulierten wir uns. Wenig sp\u00e4ter machten wir uns dann auf den R\u00fcckweg, der uns noch einmal alles abverlangte. Ich war ziemlich geschw\u00e4cht durch die H\u00f6he und den Aufstieg. Au\u00dferdem hatten wir mit vielen Spalten und einem langen, in weichem Schnee, Abstieg zu k\u00e4mpfen. Anderseits fehlte uns wahrscheinlich auch die n\u00f6tige Motivation, die wir noch im <a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/mtcook\/castle_hill-nz.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/mtcook\/castle_hill-nz-2.jpg\" alt=\"Bouldern auf Castle Hill\" title=\"Click f\u00fcr Zoom\" \/><\/a>Aufstieg mit uns gef\u00fchrt hatten. Nach einigen Abseilen und langem Gehen erreichten wir dann doch endlich die ersehnte H\u00fctte, die \u00fcbrigens sehr sch\u00f6n, auf einem Felsabsatz mit Talblick, gelegen ist. Hier wurden wir dann von vielen begl\u00fcckw\u00fcnscht, die unseren Aufstieg verfolgt hatten. Sie sahen zwar nur zwei wuselnde Lichter, wie Gl\u00fchw\u00fcrmchen, wussten aber das wir uns im Aufstieg befanden. Wir hatten unser Vorhaben in die Wirklichkeit umgesetzt, traumhaft.<\/p>\n<p>Alle die dieses wundersch\u00f6ne Land bereisen wollen, sollten nicht davor zur\u00fcckschrecken, den es ist &#8222;eine&#8220; Reise wert. Die Menschen sind freundlich, die Natur ist wundersch\u00f6n und das Erlebnis kann unerreicht sein.<\/p>\n<p>F\u00fcr weitere Informationen stehen alle Mitreisenden gerne zur Verf\u00fcgung. Mailt mir einfach und ich werde versuchen Euch zu helfen.<\/p>\n<h3>Verwendetes Material:<\/h3>\n<ul>\n<li>Herrmann Froidl &#8222;Auswahlf\u00fchrer Neuseeland Traks und Gipfel&#8220; ISBN 3-9802381-8-0<\/li>\n<li>Nelles Guide &#8222;Neuseeland&#8220;, ISBN 3-88618-313-0<\/li>\n<li>Climbing New Zealand &#8211; s\u00e4mtliche Sportklettergebiete der Nord- und S\u00fcdinsel<\/li>\n<li>Klettergebiete und Informationen gibt es auf <a href=\"http:\/\/www.climb.co.nz\/Places\/Places-To-Climb.htm\">climb.co.nz<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ostwand, links der &#8222;Zurbriggen-Ridge&#8220; Nach dreieinhalb Wochen Trecking, quer durch das sch\u00f6ne Land am anderen Ende der Welt, in der mich meine Freundin Conny begleitete, hatte ich mich mit Danny in Wanaka verabredet. Allerdings vor ca. 6 Wochen, in Deutschland. Nach einiger Zeit fand ich ihn dann auch und wir redeten erst einmal viel. 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