{"id":30,"date":"2004-08-30T09:07:29","date_gmt":"2004-08-30T07:07:29","guid":{"rendered":"http:\/\/kvfl.com\/reisebericht-westaustralien-2004\/30\/"},"modified":"2004-08-30T09:07:29","modified_gmt":"2004-08-30T07:07:29","slug":"reisebericht-westaustralien-2004","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kvfl.com\/blog\/reisebericht-westaustralien-2004\/30\/","title":{"rendered":"Reisebericht Westaustralien 2004"},"content":{"rendered":"<p class=\"autor\">Autoren: Julia, Sibylle &#038; Steffen<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/westaustralien\/pinnacles-l.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/westaustralien\/pinnacles-l2.jpg\" alt=\"Bild1\" title=\"Click f&uuml;r Zoom\" \/><\/a>Am 25.12.03 traf ich mich mit meinen Eltern in Perth der Hauptstadt von Westaustralien. Wir hatten vor, in 5 Wochen uns das Land und die Klettergebiete an der Westk\u00fcste n\u00e4her anzuschauen.<br \/>\nNachdem wir 2 Tage bei 42 \u00b0C in Perth \u00fcber uns ergehen lassen mussten, \u00f6ffneten wieder die Gesch\u00e4fte. Wir konnten einkaufen und unser Auto holen. Da wir uns die Kletterf\u00fchrer schon ein Jahr zuvor in Sydney besorgt hatten, kannten wir den Weg.<br \/>\nEs ging nach Norden.<br \/>\nDa es immer noch sehr hei\u00df war, fuhren wir noch 150 km bis zum Yanchep Nationalpark (NP) und schmissen uns 2 Tage an den Strand. Dann weiter n\u00f6rdlich zum weltber\u00fchmten Naumbung NP mit seinem Pinacles.<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/westaustralien\/castle_rock.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/westaustralien\/castle_rock2.jpg\" alt=\"Bild2\" title=\"Click f&uuml;r Zoom\" \/><\/a>Dabei handelt es sich um Tausende von verwitterten Kalksteins\u00e4ulen, die zwischen wenigen Zentimetern und bis zu 4 m hoch aus der vegetationslosen Sandebene aufragen. Die Entstehung der bizarren Pinacles ist umstritten. Als gesichert gilt jedoch, dass durch Wind und Wetter verursachte chemische Umwandlungsprozesse daf\u00fcr sorgten, dass weichere Sandschichten weggesp\u00fclt wurden und nur noch h\u00e4rterer Kalkstein stehen blieb.<\/p>\n<p>In Cervantes, der n\u00e4chstgelegenen Stadt, feierten wir Silvester und am 01.01.04 ging es weiter in den Norden. Wir fuhren 2 Tage entlang der K\u00fcstenstrasse \u00fcber Geraldon in den Kalbarri NP. Im NP gibt es super Klettergebiete, die aber bei Temperaturen von 45 \u00b0C f\u00fcr uns nicht machbar waren. Die Monate f\u00fcr das Klettern in Kalbarri sind Mai\/Juni und was f\u00fcr Leute die UIAA 7 aufw\u00e4rts klettern. Es gibt ca. 80 Routen, auch Haken, aber meistens sind Friends zu legen. Nach 2 Tagen ging es weitere 500 km in den Norden, in die Shark Bay. Dieser NP war ca. 1200 km von Perth entfernt und unser Wendepunkt. Wir blieben 5 Tage in diesem NP der zum Weltkulturerbe z\u00e4hlt.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/westaustralien\/gaints.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/westaustralien\/gaints2.jpg\" alt=\"Bild3\" title=\"Click f&uuml;r Zoom\" \/><\/a>Die Shark Bay besteht aus zwei Halbinseln, wobei die eine nur mit Allradantrieb zu erreichen ist.<br \/>\nZuerst hielten wir am 29 km ab Highway entfernten Hamlin Pool. Dort wachsen seit 3,5 Milliarden Jahren, als die \u00e4ltesten Lebewesen der Welt bekannt, versteinerte Ablagerungen von einzelligen Algen und Bakterien, die Stromatoliten. Bis zu einem halben Meter hoch sind diese Gebilde. Bei Flut wachsen sie bis zu 1 cm in 30 Jahren, bei Ebbe schauen sie aus dem Wasser. Von einem Holzsteg kann man sie besichtigen.<br \/>\nEinen weiteren Stop legten wir am Shell Beach ein. Die Muscheltiefe dieser kleinen, etwa 1 cm gro\u00dfen Muscheln, betr\u00e4gt an manchen Stellen bis zu 10 Metern. Der Strand erstreckt sich \u00fcber 60 km.<br \/>\nWir arbeiteten uns weiter vor, bis ins entlegene Monkey Mia Resort.<br \/>\nDies ist wohl der einzige Ort in Westaustralien an dem man Delphine in freier Wildbahn zu Gesicht bekommt.<br \/>\nMit etwas Gl\u00fcck sieht man auch die seltenen Seek\u00fche (Dugongs), Seeschlangen oder auch Wasserschildkr\u00f6ten, f\u00fcr die der Nationalpark so ber\u00fchmt ist.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/westaustralien\/kalbarri.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/westaustralien\/kalbarri2.jpg\" alt=\"Bild4\" title=\"Click f&uuml;r Zoom\" \/><\/a>Nach ein paar Tagen Sonne, Sommer, Strand ging es nun 3 Wochen nur noch s\u00fcdlich. Bei Temperaturen von 50 \u00b0C im Schatten und der Klimaanlage auf Anschlag wollten wir nur noch weg. Bei Dongara bogen wir vom K\u00fcsten &#8211; auf den Midlandhighway ins Inland ab. Unser Ziel war die Jingamia Cave ein kleines Klettergebiet in der N\u00e4he von Moora. Es gibt 8 sch\u00f6ne Wege (20m lang und zwischen 14 und 26 schwer). Man kann dort gut schlafen &#8211; wenn man sich lange genug einredet, dass es keine Schlangen gibt. Am n\u00e4chsten Tag, nach einem Aufenthalt im Freibad von Moora, ging es auf dem Great Northern HWY nach Perth.<br \/>\nDie Stadt auf dem schnellsten Weg durchquerend, hie\u00df das Ziel Margaret River mit dem naheliegenden Klettergebiet Willyabrup.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/westaustralien\/pinnacles.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/westaustralien\/pinnacles2.jpg\" alt=\"Bild5\" title=\"Click f&uuml;r Zoom\" \/><\/a>Dieses direkt am Meer liegende Gebiet ist ein Traum und die Reise allein schon wert. Die ca. 100 Routen sind bestens mit Friends abzusichern oder mit Bohrhaken versehen. Wir blieben 3 Tage und zogen uns die Arme lang. Nun ging es ans Cap Leeuwin und in den letzten K\u00fcstenurwald Westaustraliens. Auf absolut menschenleeren Buschwalks sahen wir alles was man sonst nur im Zoo zu Gesicht bekommt. Auch bei Temperaturen von 30\u00b0C ist es sehr ratsam Gamaschen zu tragen, denn es gibt auch Dinge die man eigentlich nicht sehen will. Zwischen den St\u00e4dten Walpole und Albany entlang der K\u00fcste gibt es zahllose Klettergebiete, die zweifelsohne zu den sch\u00f6nsten auf diesem Planeten z\u00e4hlen. Bester Fels direkt aus dem Meer aufsteigend &#8211; bis zu 80m lang &#8211; bestens abzusichern und super spektakul\u00e4r, was will man denn noch mehr? (\u00dcbrigens Bottleshops gibt\u00b4s auch gen\u00fcgend).<br \/>\nIn Albany angekommen wurde es auf einmal kalt. Es waren noch 23\u00b0C und wir froren. Nach 2 Tagen Klettern im Torndirrup NP bei Albany machten wir uns in n\u00f6rdlicher Richtung aus dem Staub. Ziel war der Castle Rock auf der Porongurup Range dem \u00e4ltestem Gebirge der Welt. Es gibt Kletterwege bis 200m L\u00e4nge in der Schwierigkeit 11 &#8211; 25, die sich lohnen. 50 km n\u00f6rdlich sind die Stirlings mit seinem Wahrzeichen dem 1073m hohen Bluff Knoll. Am Berg gibt es Wege bis 350m L\u00e4nge, aber unser Meinung nach nicht sehr lohnend. Br\u00fcchig, Gestr\u00fcpp, keinerlei Schatten &#8211; Schlangenland. Der Zeltplatz ist als Zwischenstopp jedoch durchaus zu empfehlen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/westaustralien\/steffen.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/westaustralien\/steffen2.jpg\" alt=\"Bild6\" title=\"Click f&uuml;r Zoom\" \/><\/a>Es ging weiter nach Norden nach Hyden zum Wave Rock. Hier bekamen wir auf der ca. 500km langen Stecke, mit der Begegnung von 3 Autos einen kleinen Eindruck was es bedeutet im Outback zu leben . Bei strahlenden Sonnenschein und Temperaturen um 50\u00b0C genossen wir die Angriffslust der Fliegen und starteten die ersten Surfversuche auf der Steinernen Welle.<br \/>\nWer zu Wave Rock will, muss also sehr viel fahren und muss Felsformationen m\u00f6gen. Au\u00dfer dem Wave Rock gibt es dort n\u00e4mlich im weiteren oder ferneren Umkreis nichts &#8211; gar nichts.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/westaustralien\/julia.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/westaustralien\/julia2.jpg\" alt=\"Bild7\" title=\"Click f&uuml;r Zoom\" \/><\/a><br \/>\nNun ging es westlich wieder ca. 500km durch das Niemandsland in die Klettergebiete im Umland von Perth, wovon es vier gibt, die alle nicht ganz schlecht sind. Hier machten wir die Arme restlos platt und fuhren zur\u00fcck nach Perth. Meine Oldies flogen heim, ich nach Tasmanien und dieser Tripp war zu Ende. <\/p>\n<h3>Kletterf\u00fchrer<\/h3>\n<p>Noch ein Wort zu den Kletterf\u00fchrern. Es gibt 4 St\u00fcck von Westaustralien.<br \/>\nSie sind alle sehr, sehr gut. Ihr k\u00f6nnt euch im Netz unter <a href=\"http:\/\/climbwest.com.au\">climbwest.com.au<\/a> informieren.<br \/>\nEs gibt in Perth f\u00fcnf sehr gute Sportgesch\u00e4fte, wo man alles bekommt, was notwendig ist. Sie sind alle in der Hay Street. Kletterf\u00fchrer haben wir jedoch nur bei Paddy Pallin Haystr.895 gesehen.<br \/>\nWenn ihr noch Fragen habt, meldet euch einfach &#8230;<\/p>\n<h3>Noch mehr Literatur<\/h3>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/westaustralien\/gdaymate.jpg\" alt=\"Titel G'Day Mate\" \/>Die Autorin hat ihre Erlebnisse in einem Buch niedergelegt &#8211; mehr zum Buch gibt&#8217;s im Artikel: <a href=\"http:\/\/www.bueltge.de\/literatur-g-day-mate\/203\/\">G? Day Mate<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autoren: Julia, Sibylle &#038; Steffen Am 25.12.03 traf ich mich mit meinen Eltern in Perth der Hauptstadt von Westaustralien. Wir hatten vor, in 5 Wochen uns das Land und die Klettergebiete an der Westk\u00fcste n\u00e4her anzuschauen. Nachdem wir 2 Tage bei 42 \u00b0C in Perth \u00fcber uns ergehen lassen mussten, \u00f6ffneten wieder die Gesch\u00e4fte. 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