{"id":32,"date":"2004-08-30T09:45:41","date_gmt":"2004-08-30T07:45:41","guid":{"rendered":"http:\/\/kvfl.com\/munti-fagars-muntii-fagarasului-rumaenien\/32\/"},"modified":"2004-08-30T09:45:41","modified_gmt":"2004-08-30T07:45:41","slug":"munti-fagars-muntii-fagarasului-rumaenien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kvfl.com\/blog\/munti-fagars-muntii-fagarasului-rumaenien\/32\/","title":{"rendered":"Munti Fagars &#8211; Muntii Fagarasului, Rum\u00e4nien"},"content":{"rendered":"<p class=\"autor\">Autor: Gregor<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/rumaenien\/talblick.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/rumaenien\/talblick-2.jpg\" alt=\"Bild1\" title=\"Click f&uuml;r Zoom\" \/><\/a>Schon letztes Jahr im Sommer als wir bei strahlendem Sonnenschein durch die schottischen Highlands liefen war mir klar, dass dies k\u00f6rperlich noch nicht die Grenze war. Doch wo die Lust auf Abenteuer, die in uns brannte ausleben? Die Bedingungen waren klar. Berge mussten her, teuer darf es nicht sein, daf\u00fcr aber bitte schon etwas anspruchsvoller. Ach ja noch etwas, wenn Abenteuer dann auch bitte kein Land in welchem schon mit Euro gezahlt wird. In der Summe aller Vorgaben bin ich dann bei Rum\u00e4nien stehen geblieben. Jedoch Berge gibt es auch in Rum\u00e4nien viele, also alten DDR- Wanderf\u00fchrer geschnappt und schnell war klar, der h\u00f6chste Gipfel liegt im Fagaras, hei\u00dft Moldoveanu, ist 2544m hoch und soll im Rahmen des H\u00f6henwanderweges einfach zu erreichen sein. Mit einer Luftlinienl\u00e4nge von Rund sechzig Kilometern l\u00e4uft der Gebirgszug der S\u00fcdkarpaten ziemlich genau von West nach Ost. Er hat nach S\u00fcden sieben gr\u00f6\u00dfere Arme und nach Norden mehrere Kleine, zu deren Fu\u00dfe das alte Siebenb\u00fcrgendelta liegt. <!--more--><br \/>\nDie Fahrt nach Rum\u00e4nien ist wohl am angenehmsten mit der Bahn \u00fcber Budapest, weil diese einen Schlafwagen hat. Dies kostet aber auch Runde 380 Euro pro Person. Mit dem Flieger, wenn nicht schon ein halbes Jahr im voraus gebucht, ist mit dem selben Preis zu rechnen. Also war f\u00fcr uns zwei klar &#8222;Hinterntrainig&#8220;, mit dem Bus 24h Nonstop f\u00fcr Sagenhafte 140 Euro\/Person ab M\u00fcnchen. (<a href=\"http:\/\/www.rumaenien-reisen.de\/\">www.rumaenien-reisen.de<\/a>) <\/p>\n<p>Ankunft in Sibiu (Hermannstadt). Unterkunft privat f\u00fcr zwei Personen 20 Euro. Man ist nicht auf die Hotels im Russengewand und stolzen Westpreisen angewiesen. In allen St\u00e4dten wird man angesprochen und eine private Unterkunft wird angeboten. Einfach vor ein Hotel oder Bahnhof stellen, schon ist man als Tourist ausgemacht. Klar die Unterkunft sieht nicht immer so aus wie zu Hause, doch das soll sie ja auch nicht. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/rumaenien\/team.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/rumaenien\/team-2.jpg\" alt=\"Bild2\" title=\"Click f&uuml;r Zoom\" \/><\/a>Fr\u00fch am n\u00e4chsten Tag noch etwas zu Essen f\u00fcr die Tour besorgen und schon sa\u00dfen wir im Taxi (echt preiswert und nicht zwingend ein Abenteuer) nach Turnu Rosu, was unser Ausgangspunkt sein sollte. Hier kamen jetzt auch die ersten Wiederspr\u00fcche zum Bericht des Karpaten-Willi.com auf. Denn der Ort ist Tod, von wegen reges Treiben. Naja wir waren froh das wir die Verpflegung schon in Sibiu besorgt hatten. Unser Taxi fuhr uns im Wald sogar noch soweit bis die Stra\u00dfe endete und das war ein gutes St\u00fcck Weg was wir so sparten, DANKE Sebastian. Der Anstieg der nun folgte (auf 1850 ) war knackig und endete im Nebel. Die Wegmarkierung muss hier und da gesucht werden da man oft \u00fcber Wiesen l\u00e4uft wo es keinen Weg gibt. Der erste Morgen lieferte schon bessere Sicht und noch bessere Stille. Doch das Gef\u00fchl der Einsamkeit hielt nicht lange. Marcus suchte nach unserm Brot, Kaffe, Tee und Wurst auf seiner Vorzeltseite. &#8222;So\u00c2\u00b4 n Mist&#8220; schimpfte er. Offenbar hatte der Hirte, mit dem wir am Vorabend versuchten uns zu unterhalten, Geschmack bekommen. Wir denken es zumindest. War er doch der Einzige der in dem dicken Nebel wusste wo unser Zelt stand.<a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/rumaenien\/schnee.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/rumaenien\/schnee-2.jpg\" alt=\"Bild3\" title=\"Click f&uuml;r Zoom\" \/><\/a> Alls ich auch meine Hose nicht mehr finden konnte war die Stimmung am Tiefpunkt. Erst im Laufe des Tages, klarte nun hier und da der Himmel auf, auch der Regen der uns die letzten Tage seit der rum\u00e4nischen Grenze folgte lies nach. Eigentlich wollten wir am Lake Avrig \u00fcbernachten doch wir hatten ja nur noch Nudeln, und so mussten wir runter vom Pass zur Cabana Barcaciu. Doch das lohnte sich. Zum Einen gab es in der kleinen Holzh\u00fctte ein klasse Essen und wir lernten wirkliche Gastfreundschaft der rum\u00e4nischen Wanderer kennen. Nach erholter Nacht folgte der erneute Aufstieg auf 2300m. Bei richtig guter Sicht konnte man noch einmal die gestern abgelaufenen Berggipfel sehen. Zeitweise war richtig Sonnenschein und das Stimmungstief war lang schon hinter uns. Seinen Ausklang nahm der Tag bei Nudelsuppe \u00fcber dem Kocher und Blick auf eines der S\u00fcdt\u00e4ler. In unsere Sicht r\u00fcckte der Negoiu, welcher als zweith\u00f6chster Berg Rum\u00e4niens eine deutliche Ver\u00e4nderung des Vorankommens f\u00fcr uns darstellte. Waren eben noch 2400 H\u00f6henmeter eher als Wiesenh\u00fcgel zu betrachten, wurden sie nun f\u00fcr uns zu unerwarteten alpinen Kletteraktionen. Nach dem \u00dcberschreiten der Serbotaspitze teilte sich der Weg. Nach einigen waghalsigen Aktionen am schroffen Felsmassiv folgten wir einer Gruppe von einheimischen Jugendlichen auf dem gelbmarkierten Weg Richtung S\u00fcden. Also hie\u00df es absteigen und an geeigneter Stelle wieder aufsteigen zum Kamm. <a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/rumaenien\/gipfel.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/rumaenien\/gipfel-2.jpg\" alt=\"Bild4\" title=\"Click f&uuml;r Zoom\" \/><\/a>Dass dies f\u00fcr uns die richtige Entscheidung war erfuhren wir ein paar Tage sp\u00e4ter von Bergsteiger. Denn auf dem Kammweg br\u00e4uchte man wohl f\u00fcr 1km genauso viel Zeit. Denn Negoiu erreichten wir mit Einsatz aller vier Gliedma\u00dfen und auch der Abstieg machte es uns mit einem Kettenst\u00fcck von rund hundert Metern durch die Felsspalten (Draculaschlucht) nicht gerade leicht. Das es nun noch regnete und der Himmel dunkel und schwer \u00fcber uns hing, brachte mir schon etwas G\u00e4nsehaut nahe.<br \/>\nF\u00fcr uns war damit das schwerste St\u00fcck des Weges geschafft. Doch da wir das nicht wussten hoffte jeder das der Moldeveanu nicht noch solch eine \u00dcberraschung f\u00fcr uns bereith\u00e4lt. Weiter geht der Weg auf dem Kamm. Das ab und an ein St\u00fcck Weg fehlt scheint leider nicht weiter zu st\u00f6ren. Denn diese gef\u00e4hrlichen Stellen werden immer gr\u00f6\u00dfer und keiner k\u00fcmmert sich um den Erhalt, wie wir aus den Worten einiger Wanderer erfuhren. Bei klarem Wetter bieten sich nun zauberhafte Blicke in Richtung Osten. Nach einer sehr windigen Nacht am Lake Capra ging es weiter zur Cabana Podragu von wo aus im Anschluss der Moldeveanu \u00fcberschritten werden sollte. Die bef\u00fcrchtet Angst wir w\u00fcrden aufgrund des Weges an unsere Grenzen sto\u00dfen war unbegr\u00fcndet. Jedeglich ein ordentliches Gewitter mit Hagelschauer am Fu\u00dfe des Berges bremste uns um eine gute Stunde. <a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/rumaenien\/rast.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/rumaenien\/rast-2.jpg\" alt=\"Bild5\" title=\"Click f&uuml;r Zoom\" \/><\/a>Doch der Rest des Tages war wieder bestes Wetter. Beim Abendessen neben Zelt und Schlafsack grinsten wir schon wieder und ich \u00e4rgerte mich mehr dar\u00fcber das ich kein Foto von uns gemacht hatte, wie wir unter der Zeltplane sa\u00dfen und uns klein machten um den angreifenden Hagelk\u00f6rnen nicht zu viel Fl\u00e4che zu bieten. Am morgen erblickten wir zun\u00e4chst einmal wieder nur Nebel. Leider blieb Er den ganzen Tag lang, in einem Radius von 20m, unser Begleiter. Da jedoch der Weg selbst vorwiegend flach \u00fcber Wiesen wie schon am Beginn der Tour verlief, konnte uns nichts vom angepeilten Tagesziel, der Baumgrenze trennen. In unserer Nachtlagern\u00e4he waren ebenfalls vier Wanderer. Sie machten ein prima Lagerfeuer und freuten sich auf ihren Tourbeginn und wir bemerkten allm\u00e4hlich das wir uns vom Fagars verabschiedet hatten ohne es bemerkt zu haben. Mit den Gedanken von Siegern, die ihr Ziel erreicht hatten kochten wir doppelte Abendration und schliefen ein. Der letzte Tag in den Bergen war nun Abstieg von 1883m durch Nadelwald hinunter auf eine gut ausgebauten Forstweg. \u00dcber ihn gelangten wir zur Cabana Plaiul Foii. Von hier ging es nach dem Mittag per Anhalter nach Zarnesti und anschlie\u00dfend mit dem Bus nach Brasov.<br \/>\nVon Brasov (Kronstadt) sind noch mehrere Tagestouren m\u00f6glich. z.B. zur Poiana Brasov sowie umliegende Kl\u00f6ster und Burgen.<br \/>\nKleinere Gebirge im S\u00fcden des Fagaras sind das Bucegi und die Iezer Papusa.<\/p>\n<p>Ich hoffe der Text war nicht zu lang, konnte aber doch die Lust auf spannende Urlaubstage in euch wecken. <\/p>\n<h3>Verwendetes Material:<\/h3>\n<p>Link: <a href=\"http:\/\/www.rumaenien-reisen.de\/\">www.rumaenien-reisen.de<\/a><br \/>\nKarten: <a href=\"http:\/\/www.transylvaniatravel.net\/shop\/index.html\">www.transylvaniatravel.net\/shop\/index.html<\/a><br \/>\nmehr Fragen: mailt an <a href=\"mailto:Gregor.Bechmann@web.de\">Gregor.Bechmann@web.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor: Gregor Schon letztes Jahr im Sommer als wir bei strahlendem Sonnenschein durch die schottischen Highlands liefen war mir klar, dass dies k\u00f6rperlich noch nicht die Grenze war. 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