{"id":33,"date":"2004-07-30T09:48:11","date_gmt":"2004-07-30T07:48:11","guid":{"rendered":"http:\/\/kvfl.com\/tourenbericht-berner-oberland-und-wallis\/33\/"},"modified":"2004-07-30T09:48:11","modified_gmt":"2004-07-30T07:48:11","slug":"tourenbericht-berner-oberland-und-wallis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kvfl.com\/blog\/tourenbericht-berner-oberland-und-wallis\/33\/","title":{"rendered":"Tourenbericht Berner Oberland und Wallis"},"content":{"rendered":"<p class=\"autor\">Autoren: Text: Robert, Foto: Stefan<\/p>\n<h2>Morgenhorn, Nadelhorn, Dom, Monte Rosa Massiv<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/morgenhorn\/23.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/morgenhorn\/23-2.jpg\" alt=\"Bild0\" title=\"Click f&uuml;r Zoom\" \/><\/a>Um wieder einmal aus den heimischen Kletterg\u00e4rten raus zu kommen und ein wenig in die gro\u00dfe alpine Bergwelt rein zu schnuppern, bin ich diesen Sommer mit drei Bergkameraden im Berner Oberland und im Wallis unterwegs gewesen. Um euch von unseren Erlebnissen zu berichten hab ich mich also zu abendlichen Stunden vor den Rechner gesetzt und ein wenig geschrieben. Folgendes kam dabei raus:<\/p>\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/tourenbericht-berner-oberland-und-wallis\/33\/2\/\">Morgenhorn 3623m, Berner Alpen Ost<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/tourenbericht-berner-oberland-und-wallis\/33\/3\/\">Nadelhorn 4327m, Wallis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/tourenbericht-berner-oberland-und-wallis\/33\/4\/\">Dom 4545m, Wallis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/tourenbericht-berner-oberland-und-wallis\/33\/5\/\">Monte Rosa Massiv, Wallis<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><!--nextpage--><br \/>\n<a name=\"morgenhorn\"><\/a><\/p>\n<h2>Morgenhorn 3623m, Berner Alpen Ost, Ausgangsort Kandersteg, Route NW-Grat, <\/h2>\n<div class=\"divalignright\">\n<strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/tourenbericht-berner-oberland-und-wallis\/33\/\">Einleitung<\/a><\/li>\n<li>Morgenhorn 3623m, Berner Alpen Ost<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/tourenbericht-berner-oberland-und-wallis\/33\/3\/\">Nadelhorn 4327m, Wallis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/tourenbericht-berner-oberland-und-wallis\/33\/4\/\">Dom 4545m, Wallis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/tourenbericht-berner-oberland-und-wallis\/33\/5\/\">Monte Rosa Massiv, Wallis<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/morgenhorn\/32.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/morgenhorn\/32-2.jpg\" alt=\"Bild1\" title=\"Click f&uuml;r Zoom\" \/><\/a>Nach langer Fahrt kommen wir am fr\u00fchen Abend des 21.8.\u00b404 im Berner Oberland, genauer in Kandersteg, an. Der Talstations-Parkplatz (1200m)des dortigen Sessellifts ist unser Ausgangspunkt f\u00fcr die &#8222;Aufw\u00e4rmtour&#8220;. Nachdem die Rucks\u00e4cke mit Seil, Steigeisen, Pickel, Helm und weiterer n\u00f6tiger Kletterausr\u00fcstung schwer beladen sind, machen wir uns die ersten ca. 500Hm mit der Benutzung der Seilbahn leicht, da die Zeit schon weit fortgeschritten ist. An der Bergstation angekommen, nehmen wir sofort Kurs in Richtung Bl\u00fcmlisalph\u00fctte und werden auf unserem Weg \u00fcber herrliche Wiesen und vorbei am Oeschinensee, in steileres Wandergel\u00e4nde gef\u00fchrt. Das letzte Drittel vor Erreichen der Bl\u00fcmlisalph\u00fctte ist noch mal richtig anstrengend und zieht sich ganz sch\u00f6n in die L\u00e4nge, da wir das Wandern noch nicht gew\u00f6hnt sind und es doch auch gilt ein paar H\u00f6henmeter zu \u00fcberwinden.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/morgenhorn\/24.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/morgenhorn\/24-2.jpg\" alt=\"Bild2\" title=\"Click f&uuml;r Zoom\" \/><\/a>Nach ca. 4\u00c2\u00bd Stunden Aufstieg erreichen wir die H\u00fctte (2815m). Sie ist gut gef\u00fcllt und wir erkundigen uns sogleich beim H\u00fcttenwirt \u00fcber die Verh\u00e4ltnisse am Bl\u00fcmlisalphorn (3664m), unserem geplanten Ziel. Nach ern\u00fcchternden Informationen \u00fcber Eisschlaggefahr am Normalweg und studieren des Kletterf\u00fchrers w\u00e4hrend des Abendessens, entscheiden wir uns kurzfristig um. Das gleich in unmittelbarer N\u00e4he zum Bl\u00fcmlisalphorn liegende Morgenhorn (3623m) ist nun unser Ziel. Durch den H\u00fcttenwirt in aller Fr\u00fch um drei Uhr geweckt, nehmen wir etwas Tee und Fr\u00fchst\u00fcck zu uns und beginnen den Aufstieg in Richtung Bl\u00fcmlisalpgletscher. Unter dem Schein unserer Stirnlampen dort angekommen, packen wir unser Seil aus unseren heute leichteren Rucks\u00e4cken (unn\u00f6tige Ausr\u00fcstung kann in der H\u00fctte hinterlegt werden) und seilen uns an. Die Steigeisen werden angelegt und der Pickel bekommt auch seinen Platz in den, trotz Handschuhen, noch kalten H\u00e4nden. Das Wetter ist gut vorausgesagt, die Nacht sternenklar und so \u00fcberqueren wir den leicht ausgeaperten Gletscher erst rechts ansteigend und dann links traversierend Richtung Morgenhorn-NW-Grat. Unterhalb desselben angekommen, trinken wir noch einmal und betrachten, die beste Aufstiegsm\u00f6glichkeit suchend, den etwa 45\u00b0 steilen und 500Hm langen, stumpfen Eis- und Firngrat. Entgegen einer Bergf\u00fchrer-Seilschaft, entscheiden wir uns f\u00fcr den direkten Aufstieg \u00fcber den Grat und weichen nicht in die sich rechts anschlie\u00dfende Wand aus. Die ersten flacheren Meter geht es gut voran. Jeder geht f\u00fcr sich. Nachdem es dann steiler wird und sich auch der Firn als teilweise sehr hartes Eis entpuppt, beginnen wir mit Seil und Eisschrauben zu sichern. Die Waden beginnen schon sich bemerkbar zu machen, doch der warme Sonnenschein, der endlich um die Ecke gekommenen Sonne, macht dies und auch den scharfen, kalten Wind vertr\u00e4glich und so wir kommen um ca. 10 Uhr auf dem Gipfel an. Die Freude \u00fcber den ersten erreichten Gipfelsieg ist gro\u00df und wird mit der Schweizer Bergf\u00fchrerseilschaft gemeinsam genossen. Das obligatorische Foto wird geschossen und etwas Zeit f\u00fcr den Biss ins mitgebrachte Butterbrot bleibt auch noch, bevor wir uns an den Abstieg, wieder \u00fcber den NW-Grat, machen.<br \/>\nAn Eisschrauben gesichert, seilen jeweils drei von uns ab, der vierte Mann rettet die teuren Schrauben und steigt, von unten gesichert, langsam ab. Auf diese Weise erreichen wir wieder den Beginn des Grates, von welchem wir angeseilt und mit fr\u00f6hlich leichtem Schritt unsere am Morgen gelegte Spur, hinab \u00fcber den Gletscher zur H\u00fctte verfolgen. Schnell packen wir unsere Rucks\u00e4cke neu und machen uns an den weiteren Abstieg nach Kandersteg zum Auto, denn wir wollen gleich heute noch weiter, mit dem Autozug durch den Tunnel nach Goppenstein und ins Zermatter Tal auf den Campingplatz vom Attermenzen in Randa.<br \/>\nSichtlich m\u00fcde durch den langen und anstrengenden Tag der hinter uns liegt, kommen wir abends im Herzen des Wallis an, stellen unsere Zelte auf, g\u00f6nnen uns das verdiente Feierabendbierchen zum rustikal einfachen Abendessen und schlummern alsbald in unseren warmen Schlafs\u00e4cken ein, tr\u00e4umen vom Erlebten und vielleicht auch schon von bald kommenden Abenteuern. <\/p>\n<p><!--nextpage--><br \/>\n<a name=\"nadelhorn\"><\/a><\/p>\n<h2>Nadelhorn 4327m, Wallis, Ausgangsort Saas Fee (1800m), Route NO-Grat, WS\/II<\/h2>\n<div class=\"divalignright\">\n<strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/tourenbericht-berner-oberland-und-wallis\/33\/\">Einleitung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/tourenbericht-berner-oberland-und-wallis\/33\/2\/\">Morgenhorn 3623m, Berner Alpen Ost<\/a><\/li>\n<li>Nadelhorn 4327m, Wallis<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/tourenbericht-berner-oberland-und-wallis\/33\/4\/\">Dom 4545m, Wallis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/tourenbericht-berner-oberland-und-wallis\/33\/5\/\">Monte Rosa Massiv, Wallis<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/nadelhorn\/10.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/nadelhorn\/10-2.jpg\" alt=\"Bild 10\" \/><\/a>Nachdem wir uns einen Ruhetag geg\u00f6nnt hatten, an dem wir Zermatt besucht haben und etwas herumgewandert sind, um uns das Matterhorn anzuschauen, fahren wir am 24.8.`04 in str\u00f6mendem Regen aus dem Zermatter Tal heraus. Nach guten Wetterprognosen des Campingplatz-Chefs, nicht des Wetterdienstes, und der Empfehlung, das Nadelhorn zu versuchen, sind wir auf dem Weg nach Saas Fee. Auf dem gro\u00dfen Besucherparkplatz angekommen regnet es noch immer wie die Sau! Wir bleiben also erst einmal im warmen Auto sitzen und zweifeln an den Prognosen des &#8222;Attermenzen&#8220;. Schlie\u00dflich, nach einer Stunde D\u00f6sen und Hin und Her, gehen wir los. Es hatte kurz aufgeh\u00f6rt zu sch\u00fctten und so waren wir erst nach einer halben Stunde durchgeweicht. Tagesziel sind die Mischabel-H\u00fctten auf 3329m, Saas Fee liegt auf <a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/nadelhorn\/1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/nadelhorn\/1-2.jpg\" alt=\"Bild 1\" \/><\/a>ca. 1800m, was nach Adam Riese einen Unterschied von 1529Hm macht, welchen wir am Abend noch in den Beinen sp\u00fcren sollten. Der Aufstieg, zun\u00e4chst \u00fcber \u00e4u\u00dferst steile Wanderwege, f\u00fchrt uns nach ca. 3\u00c2\u00bd h an den Beginn eines klettersteigm\u00e4\u00dfig abgesicherten Felsgrates. Der Regen hat sich hier oben schon in Schnee verwandelt und so schleichen wir noch weitere 2\u00c2\u00bd h \u00fcber verschneite, rutschige Felsen, an Drahtseilen und \u00fcber eine steile Leiter in Richtung H\u00fctte empor. Nach jedem Aufschwung erwarten wir die H\u00fctte, doch der Nebel spielt mit uns ein Versteckspiel besonderer Art und so wird der Weg schier endlos.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/nadelhorn\/7.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/nadelhorn\/7-2.jpg\" alt=\"Bild 7\" \/><\/a>Ersch\u00f6pft, aber doch erleichtert an der H\u00fctte angekommen zu sein, machen wir es uns erst einmal vor dem gut gesch\u00fcrten Ofen im Trockenraum gem\u00fctlich und versuchen die N\u00e4sse aus unseren Jacken, Hosen, Schuhen und auch den Rucks\u00e4cken zu bekommen. Die H\u00fctte ist so gut wie leer. Nur zwei Engl\u00e4nder sind, au\u00dfer uns, im Sauwetter heraufgekommen. Entsprechend famili\u00e4r ist die Atmosph\u00e4re und wir schlagen uns die B\u00e4uche mit reichlich warmer Suppe und Tee randvoll. Langsam wieder aufgetaut, besprechen wir unseren Gipfeltag und holen alle n\u00f6tigen Infos beim H\u00fcttenwart ein. Auch er sagt gutes Wetter voraus, will uns aber nicht zu fr\u00fch wecken, da es ja keinen Sinn macht im Stockfinstern &#8222;da oba rumzusuachn&#8220;. Gesagt getan. Um 4Uhr in der Fr\u00fch stehen wir auf. Fr\u00fchst\u00fcck, Rucks\u00e4cke packen und auf geht\u00b4s in den schon<a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/nadelhorn\/8.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/nadelhorn\/8-2.jpg\" alt=\"Bild 8\" \/><\/a> leicht r\u00f6tlich d\u00e4mmernden Morgen. Zun\u00e4chst verfolgen wir weiter den Felsgrat vom Vortag. Doch heute, unter weit besseren Bedingungen, da es aufgeklart hat. Die eine Stunde vor uns aufgebrochenen Engl\u00e4nder, erreichen wir am Beginn des Hohbalmgletschers. Hier seilen wir uns an und \u00fcberqueren den Gletscher in einem gro\u00dfen Rechtsbogen entlang der 3600m H\u00f6henlinie und steigen im Zick-Zack zum Windjoch auf, wo wir noch einmal etwas trinken und essen. Der Weg ist m\u00fchsam, denn der Neuschnee der vergangenen zwei Tage ist weich und tief. Nachdem wir, bis hierher immer den Engl\u00e4ndern gefolgt waren, \u00fcbernehmen nun wir die anstrengende Arbeit des Spurens und w\u00fchlen uns abwechselnd durch den knietiefen Schnee am NO-Grat des Nadelhorns entlang. Einige Kletterstellen im 2. Grat werden \u00fcberwunden und nach nochmals steilem Gipfelanstieg, dr\u00e4ngen wir uns um ca. 10.30Uhr, zu viert, auf dem schmalen Gipfel des Nadelhorns (4327m), um Fotos zu schie\u00dfen und die wahnsinnige Aussicht auf die Nordflanke des benachbarten Doms zu genie\u00dfen. Wenig sp\u00e4ter tauchen auch die Engl\u00e4nder auf und wir gratulieren uns gegenseitig zum erreichten Ziel. Der Abstieg erfolgt wiederum \u00fcber den NO-Grat zum Windjoch, unter <a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/nadelhorn\/11.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/nadelhorn\/11-2.jpg\" alt=\"Bild 11\" \/><\/a>der imposanten NO-Wand der Lenzspitze entlang, \u00fcber den Hohbalmgletscher zur\u00fcck zur H\u00fctte. Hier wird wieder z\u00fcgig zusammengepackt und der anstrengende H\u00fcttenabstieg nach Saas Fee in Angriff genommen. Mit schmerzenden Beinen kommen wir 3h sp\u00e4ter am Parkplatz an und schon bald nicken meine Kameraden ein, als ich unser Gef\u00e4hrt zur\u00fcck nach Randa zum Zeltplatz steuere&#8230;<br \/>\nDort angekommen, sch\u00fctten wir uns durstig einen Liter Schweizer Bier die trockene Kehle hinunter und hauen uns die B\u00e4uche mit Suppe, Nudeln und Dosenkompott voll. Sehr lang wird der Abend nicht, denn schon bald \u00fcbermannt uns die bleierne Schwere der M\u00fcdigkeit und wir verkriechen uns in unsere Zelte.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<h2>Dom 4545m, Wallis, Ausgangsort Zeltplatz Randa (1407m)<br \/>\nRoute Festi-Grat WS+\/II (NW-Grat) Tourenbericht<\/h2>\n<div class=\"divalignright\">\n<strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/tourenbericht-berner-oberland-und-wallis\/33\/\">Einleitung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/tourenbericht-berner-oberland-und-wallis\/33\/2\/\">Morgenhorn 3623m, Berner Alpen Ost<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/tourenbericht-berner-oberland-und-wallis\/33\/3\/\">Nadelhorn 4327m, Wallis<\/a><\/li>\n<li>Dom 4545m, Wallis<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/tourenbericht-berner-oberland-und-wallis\/33\/5\/\">Monte Rosa Massiv, Wallis<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/dom\/21.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/dom\/21-2.jpg\" alt=\"Bild 21\" \/><\/a>Ein fauler Ruhetag, an dem wir lediglich noch einmal die Lose Rolle an einem Felsblock auf dem Campingplatz \u00fcbten, folgte. Durch den Niederschlag in den Tagen vor unserer Nadelhorn Besteigung, waren die Verh\u00e4ltnisse an dem eigentlichen Hauptziel unserer Bergfahrt schlecht, d.h. die Besteigung des Weisshorns (4505m) r\u00fcckte erst einmal in ungewisse Zukunft. Stattdessen entschieden wir uns f\u00fcr den, schon vom Nadelhorn aus betrachteten, Dom (4545m). So nehmen wir am Nachmittag des 27.8.\u00b404 den Aufstieg zur Domh\u00fctte (2940m), direkt vom Zeltplatz aus, in Angriff. Die rund 1600Hm die es dabei zu \u00fcberwinden gilt, sind in 4h runter gerissen und so quartieren wir uns in der gerammelt vollen H\u00fctte irgendwie ein. Viel schlafen k\u00f6nnen wir nicht, denn entgegen allen Regeln ist ja doch erst gegen 24.00Uhr Ruhe, von den ganze W\u00e4lder abholzenden Kameraden mal abgesehen. Nur eine Stunde sp\u00e4ter, um 1.00Uhr morgens, machen sich die ersten schon wieder abmarschbereit und rascheln und klappern. Wenn das mal keine richtige H\u00fcttennacht ist!<br \/>\n<a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/dom\/10.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/dom\/10-2.jpg\" alt=\"Bild 10\" \/><\/a>Um 3.00Uhr sch\u00e4len auch wir uns aus unseren H\u00fcttenschlafs\u00e4cken, fr\u00fchst\u00fccken und machen uns fertig. Die meisten Bergsteiger sind an diesem Morgen schon aufgebrochen und so folgen wir einem langen Wurm aus Lichtern, der sich erst \u00fcber eine Mor\u00e4ne und dann \u00fcber einen Gletscher, hinauf zu einer Felspassage (III) aufs Festijoch, zieht. Vom Gletscher aus betrachten wir die Kletterer. Pl\u00f6tzlich laute Rufe! Steine! Steine! Die Kletterer im unteren Wandteil versuchen Schutz zu suchen, doch einer schafft es nicht. Schreie sind zu h\u00f6ren. Laute, eindringliche Schreie! Mir l\u00e4uft es eiskalt den R\u00fccken runter&#8230;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/dom\/11.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/dom\/11-2.jpg\" alt=\"Bild 11\" \/><\/a>Es schlie\u00dft sich eine kleine Rettungsaktion an, bei der der Verletzte den unteren Wandteil hinunter abgeseilt wird. Der nicht einmal behelmte Gl\u00fcckspilz ist mit einem Rippenbruch und einer dadurch bedingten Verletzung der Lunge davongekommen. Er h\u00e4tte genauso gut tot sein k\u00f6nnen.<br \/>\nFrierend und die Moral suchend, sitzen wir unterm Einstieg in die Felspassage. Wir halten es f\u00fcr angebracht zu warten bis sich der obere Wandteil leert, so dass uns nicht auch noch jemand ein paar Brocken auf die K\u00f6pfe wirft.<br \/>\nNun doch wieder der Anziehungskraft des Gipfels erlegen, machen wir uns die Wand hoch und erblicken <a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/dom\/27.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/dom\/27-2.jpg\" alt=\"Bild 27\" \/><\/a>vom oberen Ende, dem Festijoch, aus, das erste Mal den Festigrat. Einige Gipfelst\u00fcrmer beklettern ihn schon. Steil und eisig geht\u00b4s zur Sache. Aus Zeitgr\u00fcnden steigen wir die ersten Meter jeder f\u00fcr sich. Die Bedingungen sind gut, aber dennoch nicht ganz einfach, denn an manchen Stellen ist das teils sehr harte Eis unterh\u00f6hlt. Wir steigen vorsichtig und suchen unseren Rhythmus. Die Waden beginnen zu brennen, doch noch ist es weit bis zum n\u00e4chsten, nat\u00fcrlich gegebenen Rastpunkt. Ich balanciere gerade auf meinen Frontzacken herum und versuche eine der gef\u00e4hrlich d\u00fcnnen Eisplatten hinter mir zu lassen, als mein Spetzl von oben runter schaut: &#8222;Ach du schei\u00dfe! Da unten macht grad einer die Wand runter!&#8220; sind seine trockenen Worte. Ich schaue durch meine wackeligen Beine hindurch, die steile, schr\u00e4g unter uns liegende Eiswand herunter. Da rutscht tats\u00e4chlich einer runter. Bevor ich selbst noch hinterher mache, steige ich <a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/dom\/28.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/dom\/28-2.jpg\" alt=\"Bild 28\" \/><\/a>vorsichtig weiter zu meinem Kameraden, setze mich zu ihm und schaue verdutzt hinunter zu dem liegen gebliebenen, sich nun nicht mehr bewegenden K\u00f6rper. Wir sind beide still und hoffen&#8230; Doch da, er bewegt sich, sch\u00fcttelt sich und steht langsam auf. Erleichtert, dass ihm trotz des 200m Absturzes nichts passiert scheint, steigen wir weiter und versuchen die weiter oben kletternden Gef\u00e4hrten einzuholen. Sie befinden sich schon am steilsten St\u00fcck des Grates. Wir beginnen zu sichern. Mit kalten Fingern drehen wir Eisschrauben ins gefrorene Nass, bauen Standpl\u00e4tze, sichern, bauen ab, steigen hinterher&#8230;<br \/>\nNun folgt lediglich der Ausdauer- und Schweinehund\u00fcberwindungsteil. Die H\u00f6he, immerhin schon \u00fcber <a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/dom\/9.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/dom\/9-2.jpg\" alt=\"Bild 9\" \/><\/a>4200m, macht ein wenig zu schaffen und zwingt uns des \u00d6fteren zu kleinen Verschnaufpausen. Doch bald haben wir auch den letzten Aufschwung \u00fcberwunden und treten, gegen 10.30Uhr, langsam dem Gipfelkreuz n\u00e4her. Wir freuen uns angekommen zu sein, w\u00fcnschen uns Bergheil und nippen auch sofort an dem uns, von tschechischen Bergfreunden, angebotenen, Taschenrutscher. Gegenseitig schie\u00dfen wir, den Gipfelerfolg beweisende, Gruppenfotos und genie\u00dfen gemeinsam die Aussicht auf die grandiose Bergwelt der Alpen.<br \/>\nDoch es hilft nichts, der Aufstieg ist immer nur die halbe Miete und so beginnen wir den Abstieg \u00fcber die Nordflanke, den Normalweg. Dieser zieht sich elend lang \u00fcber die Gletscherh\u00e4nge hinunter und erfordert noch einmal viel Kraft. Die Sonne steht im Zenit und wir schmelzen in der Hitze fast dahin. Erstaunt treffen wir den zuvor abgerutschten Schweizer Bergkameraden an. Er l\u00e4sst sich nicht vom Berg unterkriegen, sagt er und gibt an, Gl\u00fcck gehabt zu haben. Ein, zwei Kratzer an der Wade, ansonsten, so <a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/dom\/26.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/dom\/26-2.jpg\" alt=\"Bild 26\" \/><\/a>versichert er uns, sei alles in Ordnung. Voller Bewunderung seines Willens verabschieden wir den alten Gesellen und reden w\u00e4hrend des weiteren Abstiegs noch viel \u00fcber ihn. Wir kommen an der H\u00fctte an. Viele Gipfelsieger sind schon wieder da und ruhen ein wenig aus. Wir erfahren, dass der an den Rippen und Lunge Verletzte, per Helikopter ins Krankenhaus geflogen wurde und es ihm, den Umst\u00e4nden entsprechend, gut geht.<br \/>\nAuch wir ruhen uns ein wenig aus, aber packen wie gewohnt den Rucksack neu und steigen die zweiten 1600Hm ins Tal ab. V\u00f6llig ger\u00e4dert von den heutigen 4800 im Auf- und Abstieg bew\u00e4ltigten H\u00f6henmetern schleppen wir uns schon fast die letzten Meter zu unseren Zelten und entledigen uns unserer Rucks\u00e4cke. Wir genie\u00dfen eine hei\u00dfe Dusche, leckeres Abendbrot vom Kocher und ein letztes gemeinsames Feierabendbier, denn morgen muss uns einer der Kameraden, nach Hause, verlassen.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<h2>Monte Rosa Massiv, Wallis, Ausgangsort Zermatt (1620m)<br \/>\nLudwigsh\u00f6he (4341m), Parrot-Spitze (4432m), Signalkuppe (4554m), Zumsteinspitze (4563m), Dufourspitze (4634m)<\/h2>\n<div class=\"divalignright\">\n<strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/tourenbericht-berner-oberland-und-wallis\/33\/\">Einleitung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/tourenbericht-berner-oberland-und-wallis\/33\/2\/\">Morgenhorn 3623m, Berner Alpen Ost<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/tourenbericht-berner-oberland-und-wallis\/33\/3\/\">Nadelhorn 4327m, Wallis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/tourenbericht-berner-oberland-und-wallis\/33\/4\/\">Dom 4545m, Wallis<\/a><\/li>\n<li>Monte Rosa Massiv, Wallis<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/monte_rosa\/10.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/monte_rosa\/10-2.jpg\" alt=\"Bild 10\" \/><\/a>Am darauf folgenden Ruhetag verl\u00e4sst uns unser Bergfreund und wir drei Verbliebenen planen das n\u00e4chste Ziel. Das Weisshorn besteigt in diesen Tagen immer noch kein Bergf\u00fchrer, da die Bedingungen noch zu schlecht sind. Selbst der Wirt der Weisshornh\u00fctte hat, nach Informationen des Campingplatzwarts, die H\u00fctte schon in die Winterpause verlassen und wir entscheiden uns, besser auch die Finger davon zu lassen. Ein anderes Ziel muss her und so fassen wir das Monte Rosa Massiv ins Auge. Der Kletterf\u00fchrer wird studiert und gibt uns Auskunft \u00fcber die zahlreichen M\u00f6glichkeiten welche dieses grandiose Massiv bietet.<br \/>\nMit dem Hauptziel der Besteigung der Dufourspitze (4634m), welche, nach Mont Blanc und Mont Blanc de Courmayeur, den dritth\u00f6chsten Viertausender der Alpen darstellt, machen wir uns am 30.8.\u00b404 mit dem Taxi von Randa nach Zermatt und auf den Weg in ein weiteres Bergabenteuer.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/monte_rosa\/6.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/monte_rosa\/6-2.jpg\" alt=\"Bild 6\" \/><\/a>In Zermatt (1610m) angekommen, schultern wir die wieder einmal schweren Rucks\u00e4cke und beginnen den langen Aufstieg zur Monte Rosa H\u00fctte (2795m). Die Schwierigkeit hierbei liegt eher in der Bew\u00e4ltigung der doch gro\u00dfen horizontalen Distanz, als der rund 1200 H\u00f6henmeter. Von Zermatt aus steigen wir \u00fcber Wanderwege, \u00fcber Riffelalp und Riffelberg zum Rotenboden (2815m) auf. Von hier aus geht\u00b4s, immer mit Blick auf das Monte Rosa Massiv, parallel unterhalb des Gornergrats bzw. oberhalb des Gornergletschers, Richtung H\u00fctte. Um zur H\u00fctte selbst zu gelangen, m\u00fcssen wir aber nochmals absteigen, und zwar auf den Gornergletscher. Diesen \u00fcberqueren wir, uns immer an den dort aufgestellten Markierungsfahnen haltend, und kommen auf den unteren Teil des Grenzgletschers, welcher hier mit dem Gornergletscher zusammenflie\u00dft. Den Grenzgletscher \u00fcberqueren wir rund 30 Minuten und gelangen zu einem Felsaufschwung unterhalb der H\u00fctte, welcher, durch eine Art Gel\u00e4nder abgesichert, leicht zu \u00fcberwinden ist und erreichen nach, gesamt, ca. 5 Stunden, am sp\u00e4ten Nachmittag die H\u00fctte. Hier machen wir es uns gem\u00fctlich, essen sp\u00e4ter Abendbrot und legen uns fr\u00fch schlafen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/monte_rosa\/14.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/monte_rosa\/14-2.jpg\" alt=\"Bild 14\" \/><\/a>Am n\u00e4chsten Morgen, also am 31.8., werden wir von der H\u00fcttenwirtin schon um 2.30Uhr geweckt. Wir fr\u00fchst\u00fccken und nach anf\u00e4nglichen Bedenken aufgrund eines starken Hohlnebels, welcher sich sp\u00e4ter verziehen wird, machen wir uns auf den Weg. Nach langem Hin und Her, hatten wir uns entschieden, erst zur Signalkuppe (4554m) aufzusteigen, im Rifugio Regina Margherita, der h\u00f6chsten H\u00fctte Europas, zu \u00fcbernachten und am darauf folgenden Tag die Dufourspitze von dort aus zu \u00fcberschreiten. Wir steigen also anfangs \u00fcber Mor\u00e4nen entlang dem Grenzgletscher auf und gehen dann, angeseilt, auf dem Grenzgletscher selbst durch die Nacht. Der Gletscher ist, zumindest im unteren Teil, stark aufgeapert und es empfiehlt sich, ihn m\u00f6glichst weit links (in Aufstiegsrichtung) auf Seite der Monte Rosa Gruppe zu \u00fcberqueren, da man sonst vor lauter Spalten auf der anderen Seite nicht vorankommen w\u00fcrde. Eine weitere nicht zu untersch\u00e4tzende Gefahr stellen die m\u00e4chtigen H\u00e4ngegletscher hoch oben am Liskamm, welcher auf der rechten Seite des Gletschers, weit und steil in den Himmel empor ragt, dar. Sie werfen des \u00d6fteren gro\u00dfe Lawinen ab, wie auch in dieser Nacht. Wir sind gerade dabei unseren Rhythmus zu finden als es beginnt, laut und dumpf in die Vollmondnacht hinein zu donnern. Anfangs erschreckt und \u00fcber das Ger\u00e4usch verwundert, entdecken wir weit dr\u00fcben, in sicherer Ferne, eine riesige, abgehende Schnee- und Eislawine. Mit atemberaubender Geschwindigkeit st\u00fcrzt sie mehrere hunderte Meter in die Tiefe und wirbelt dabei eine monstr\u00f6se Schneewolke auf, welche sehr schnell den Mond verdeckt und uns in einer ziemlich gruseligen Atmosph\u00e4re, ganz klein geworden, in v\u00f6lliger Dunkelheit, auf dem Gletscher stehen l\u00e4sst. Wahnsinn, so etwas live erleben zu d\u00fcrfen.<br \/>\nWir fangen uns langsam wieder und werden uns, einmal mehr, den gro\u00dfen, objektiven Gefahren des Alpinen Bergsteigens bewusst.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/monte_rosa\/30.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/monte_rosa\/30-2.jpg\" alt=\"Bild 30\" \/><\/a>Nachdem wir etwa die H\u00e4lfte des Gletschers hinaufgestiegen sind machen wir eine Pause zum Trinken und Essen. Es weht ein scharfer Wind und uns wird rasch kalt, denn die warmen Sonnenstrahlen werden noch durch das Monte Rosa Massiv verdeckt. Nur Bewegung hilft, also geht\u00b4s weiter. Aus dem Gletschertal schauen wir immer wieder hinauf doch der Weg ist noch weit. Nachdem wir etliche Spalten umgangen, teilweise \u00fcbersprungen haben, kommen wir in spalten\u00e4rmeres Gel\u00e4nde und stapfen den ersten Sonnenstrahlen entgegen. Es ist erst 8Uhr, doch wir sind schon ziemlich geschafft. Trotzdem sind wir noch voller Tatendrang. Als wir endlich vom Grenzgletscher steigen und die ganzen &#8222;kleinen&#8220; Gipfel um uns herum erblicken fangen wir schnell wieder Feuer. Ist man einmal hier oben, so ergeben sich etliche M\u00f6glichkeiten. Alle Gipfel um uns herum sind relativ schnell zu ersteigen, obwohl sie alle deutlich \u00fcber 4000m hoch sind. Los geht\u00b4s mit der Ludwigsh\u00f6he. Wir hinterlassen unsere Rucks\u00e4cke in einer vorher gegrabenen Mulde und steigen in nur 20min auf diese erste &#8222;kleine Erhebung&#8220; (4341m). Vom Gipfel aus sehen wir die Parrot-Spitze. Also, Abstieg, Rucks\u00e4cke wieder aufgesetzt und in wenigen Minuten r\u00fcber zum &#8222;Einstieg&#8220;. Nach weiteren 45 Minuten stehen wir auch auf ihrem Gipfel (4432m) und genie\u00dfen die atemberaubende Aussicht auf alle uns umgebenden Gipfel. Die Wolken liegen wie ein Meer unter uns. Von hier aus sehen wir auch die Signalkuppe und die auf ihr erbaute H\u00fctte. Sie steht direkt an der Abbruchkante \u00fcber der gigantischen Monte Rosa Ostwand. Hoffentlich bleibt sie da heute Nacht auch noch stehen denke ich mir&#8230;<br \/>\nWir setzen unsere \u00dcberschreitung der Parrot-Spitze fort und gelangen schon bald an die ausgetretene Spur, welche zu unserer Herberge f\u00fcr die kommende Nacht f\u00fchrt. Die letzten Meter sind kraftraubend, doch p\u00fcnktlich zum Mittag, um 12Uhr, kommen wir an der H\u00fctte auf der Signalkuppe, in 4554m H\u00f6he an, und besteigen somit den dritten Viertausender an diesem, noch jungen, Tag.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/monte_rosa\/19.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/monte_rosa\/19-2.jpg\" alt=\"Bild 19\" \/><\/a>An der H\u00fctte hei\u00dft es erst mal Luftanhalten und schnell \u00fcber den wahnsinnig ausgesetzten Balkon, direkt \u00fcber der Monte Rosa O-Wand, ins Warme. In der H\u00fctte wundern wir uns zun\u00e4chst wo das &#8222;Schwizer D\u00fctsch&#8220; bleibt, aber kriegen dann schnell mit, dass wir uns hier schon in Italien befinden. Es ist also m\u00f6glich in Euro zu bezahlen, Schweizer Franken gehen aber auch. Die H\u00fctte ist komfortabel und es empfiehlt sich sehr viel zu trinken, denn die H\u00f6he trocknet einen regelrecht aus. Auf Bier und andere Leckereien dieser Art sollte man verzichten denn dem K\u00f6rper tut man damit keinen Gefallen, man wird davon schneller H\u00f6henkrank, so wie auch einige Leute die diese Nacht hier verbringen. Zugegeben hat das nat\u00fcrlich Keiner und so wird eben noch n Glas Wein runtergesch\u00fcttet um die Kopfschmerzen zu &#8222;bet\u00e4uben&#8220;!<br \/>\nNach gigantischem Sonnenuntergang, Abendbrot und gem\u00fctlichem Beisammensein hauen wir uns aufs Ohr, doch trotz Enthaltsamkeit, reichlich Fl\u00fcssigem und guten Akklimatisationstouren schlafe ich nicht sonderlich gut.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Morgen jedoch f\u00fchle ich mich, genau wie meine zwei Kameraden, fit und so nehmen wir die letzte Etappe in Angriff. Da wir uns am Vortag schon hier hoch bem\u00fcht haben, k\u00f6nnen wir uns Zeit lassen und beginnen so erst gegen 7.00Uhr, und zwar mit dem Abstieg von der Signalkuppe. Nach nur 10min Abstieg, stapft man hin\u00fcber zur Zumsteinspitze und ersteigt diese (4563m) in relativ kurzer Zeit. Sch\u00f6n ist es hier und so geben wir uns schon nach rund 45min Tour die H\u00e4nde, um uns das erste Mal an diesem Tag Bergheil zu w\u00fcnschen.<br \/>\nWeiter geht es nun \u00fcber einen schmalen, steil abfallenden Grat runter zum Grenzsattel und auf der anderen Seite \u00fcber den S\u00fcd-Ost-Grat hinauf auf die Dufourspitze (4633m). Diese Tour wird mit ZS\/III bewertet und fordert, bei guten Bedingungen, sch\u00f6ne Kletterei mit ein, zwei Dreier Stellen. Aufgrund der sehr guten Wetterverh\u00e4ltnisse konnten wir teilweise sogar ohne Steigeisen klettern.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/monte_rosa\/4.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/monte_rosa\/4-2.jpg\" alt=\"Bild 4\" \/><\/a>Am Gipfel sind wir \u00fcber das wahnsinnig gute Wetter erfreut und bleiben so eine ganze Weile sitzen, machen Fotos und genie\u00dfen die herrliche Bergwelt.<br \/>\nNach ausgiebiger Pause klettern wir am Gipfelgrat entlang Richtung Normalweg und steigen \u00fcber den Monte Rosa Gletscher in ca. 2\u00c2\u00bd Stunden zur Monte Rosa H\u00fctte ab. Hier halten wir uns gar nicht erst auf, sondern steigen gleich weiter ab, wiederum auf den unteren Teil des Grenzgletschers, weiter \u00fcber den Gornergletscher zur\u00fcck zum Rotenboden und ins Tal nach Zermatt, wo uns ein Taxi aufsammelt und nach Randa zum Zeltplatz kutschiert.<br \/>\nNach dieser wirklich gigantischen Tour sind wir zwar ziemlich geschafft, aber zwei, drei Bierchen haben wir uns dann doch verdient und so endet eine traumhafte Tourenwoche mit einem sehr gem\u00fctlichen Abend.<\/p>\n<h3>Quellen:<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.4000er.de\">www.4000er.de<\/a> &#8211; Hier findet ihr viele Informationen \u00fcber alle Viertausender, einschlie\u00dflich Kletterf\u00fchrer \u00fcber s\u00e4mtliche Gebiete<\/p>\n<p>Wenn ihr weitere Fragen zu den Touren hab, dann mailt mir (<a href=\"mailto:robert.heldt@gmx.de\"  title=\"eMail senden\" >robert.heldt@gmx.de<\/a>) einfach! Ich hoffe ich werde euch helfen k\u00f6nnen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autoren: Text: Robert, Foto: Stefan Morgenhorn, Nadelhorn, Dom, Monte Rosa Massiv Um wieder einmal aus den heimischen Kletterg\u00e4rten raus zu kommen und ein wenig in die gro\u00dfe alpine Bergwelt rein zu schnuppern, bin ich diesen Sommer mit drei Bergkameraden im Berner Oberland und im Wallis unterwegs gewesen. 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