{"id":8,"date":"2005-08-29T14:20:20","date_gmt":"2005-08-29T13:20:20","guid":{"rendered":"http:\/\/kvfl.com\/eisklettern-einleitung\/8\/"},"modified":"2021-02-11T12:15:22","modified_gmt":"2021-02-11T11:15:22","slug":"eisklettern-einleitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kvfl.com\/blog\/eisklettern-einleitung\/8\/","title":{"rendered":"1. Eisklettern &#8211; Einleitung"},"content":{"rendered":"<p class=\"autor\">Autor: Frank B\u00fcltge<\/p>\n<div class=\"divalignright\">\n<strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Einleitung<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/2-sicherungstechnik-beim-eisklettern\/9\/\">Sicherungstechnik beim Eisklettern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/3-klettertechniken-beim-eisklettern\/10\/\">Klettertechniken beim Eisklettern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/4-schwierigkeitsbewertung-im-steileis\/11\/\">Schwierigkeitsbewertung im Steileis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/eisklettern-bildnachweis\/12\/\">Literaturverzeichnis<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/facharbeit-eis\/facharbeit%20eis.pdf\">Download der kompletten Arbeit als <img decoding=\"async\" class=\"noborder\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bullets\/pdf.gif\" alt=\"Download als PDF-Dokument\" \/> PDF-Dokument<\/a>\n<\/div>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/eissaeule.jpg\" alt=\"S\u00e4ule bei Kandersteg\" \/>Die britische Klettererlegende Joe Brown sagte einmal, dass jede Kletterei, die mit Steigeisen leichter zu bew\u00e4ltigen sei als ohne, als Eiskletterei betrachtet werden kann. Eine derart weitgefasste Definition ist heute notwendig, um s\u00e4mtliche Spielformen des modernen Eiskletterns zu erfassen. Eine dieser Spielformen ist das Wassereisklettem: Wo immer Wasser und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zusammentreffen, entsteht Wassereis. Dieser Umstand l\u00e4sst gerade in den Hochwintermonaten Dezember bis Februar in vielen Alpent\u00e4lern Kletterger\u00fcste aus Eis wachsen &#8211; gefrorene Wasserf\u00e4lle und wassereis\u00fcberzogene Felsw\u00e4nde. Noch vor zehn Jahren galten Begehungen gefrorener Wasserf\u00e4lle als besondere Herausforderungen f\u00fcr erfahrene &#8222;alpine Eiskletterer&#8220;. Man lernte die Klettermaterie Eis im alpinen Gel\u00e4nde kennen und brachte diese Erfahrungen in das Wasserfallklettern ein. \u00c4hnlich wie im Felsbereich hat sich auch im Eisklettern die Entwicklung umgekehrt. \u00dcbereinstimmungen zwischen den athletischen und bewegungstechnischen Voraussetzungen von Wassereisklettem und Sportklettern im Fels, eine rasante Entwicklung im Ausr\u00fcstungsbereich und die gute Erreichbarkeit vieler Wasserf\u00e4lle sind die Ursachen f\u00fcr den Trendwandel: Heute finden sich unter den Anf\u00e4ngern des Eiskletterns mehr Sportkletterer als Alpinisten. Wassereis ist oftmals auch die Materie des Einsteigers und nicht mehr nur die des Meisters. Dies ist die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite werden von diesen Meistern gerade im Wassereis die Grenzen des Machbaren immer weiter hinausgeschoben. Um diesem Status quo gerecht zu werden, beschreiben auch ich hier den Einstieg in das Eisklettern \u00fcber das Wassereisklettem und setzen dabei lediglich Kenntnisse aus dem Bereich des Sportkletterns im Klettergarten voraus. Steileisklettern ist also sportliches Klettern im Eis. Es fordert Mut, Kraft, Ausdauer und eine gute Moral. Eisklettern bietet besonders vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten an: von steilsten Eisrinnen \u00fcber gro\u00dfe alpine W\u00e4nde bis hin zu gefrorenen Wasserf\u00e4llen. Wobei die extremste Form das Mixed Climbs ist, das kombinierte Klettern in Eis und Fels.Ich werde besonders auf die Technik des Eiskletterns eingehen, denn ein gewisses technisches Verst\u00e4ndnis ist von gro\u00dfem Vorteil beim Wasserfallklettern. Au\u00dferdem gibt es eine Vielzahl von technischen Ger\u00e4ten, mit zum Teil gro\u00dfen Unterschieden in ihrer Leistungsf\u00e4higkeit. Ich hoffe, dass ich den Profis einige News vermitteln kann. Aber gerade den Neueinsteigern m\u00f6chte ich hirmit einen Einstieg in diese wundervolle Sportart erm\u00f6glichen.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<h3>1. Ausr\u00fcstung<\/h3>\n<p>Auch die beste Ausr\u00fcstung kann fehlendes K\u00f6nnen und fehlende Erfahrung nicht ersetzen. Aber eine gute Ausr\u00fcstung macht im Eis einiges angenehmer und sicherer. Dis Ausr\u00fcstungspalette f\u00fcr den Kletterer ist so umfangreich und vielf\u00e4ltig, dass hier nur im begrenzten Rahmen darauf eingegangen werden kann. Au\u00dferdem ist die Entwicklung in dieser jungen Sportart sehr schnell und in st\u00e4ndigen Umbruch. Zur genaueren Information sollten Ausr\u00fcstungsfirmen konsultiert werden. Sie geben umfangreiches Material heraus, welches meist sehr anschaulich und verst\u00e4ndlich ist. Neben der allgemeinen Ausr\u00fcstung eines Alpinisten, wird im Eis einige besondere Anforderungen an die Ausr\u00fcstung gestellt.<\/p>\n<h3>1.1 Bekleidung<\/h3>\n<p>K\u00e4lte und N\u00e4sse. Gegen beides sollte eine Kleidung sch\u00fctzen. Dabei sollte sie aber auch eine gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Bewegungsfreiheit schaffen. Man sollte sich deshalb in Zwiebelprinzip kleiden.<\/p>\n<ul>\n<li>Unterste Schicht: -m\u00f6glichst atmungsaktive Funktionsunterw\u00e4scheMittlere Schicht -Hose und Pullover aus Fleece<\/li>\n<li>Obere Schicht -wasserdichte und atmungsaktive Schicht, Handschuhe und Gamaschen (Goretex).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die H\u00e4nde stellen beim Eisklettern ein gro\u00dfes Problem dar, einerseits m\u00f6chte man gro\u00dfe Bewegungsfreiheit, andererseits W\u00e4rme. Die st\u00e4ndige \u00dcberkopfhaltung und das gelegentliche Klemmen der Finger sorgt f\u00fcr eine schlechte Durchblutung der H\u00e4nde und macht sie deshalb besonders k\u00e4lte- und n\u00e4sseempfindlich. Ein zweite Paar Handschuhe ist deshalb unabdingbar. Hierbei gebe ich den Neopren- mit d\u00fcnnen Unterziehhandschuhen oder Wollhandschuhen den Vorrang im Eis. Als d\u00fcnner Unterziehhandschuh eignet sich auch sehr gut Arzthandschuhe oder Haushaltshandschuhe. Dadurch bleiben die H\u00e4nde trocken. An Standpl\u00e4tzen sollte man in neue Handschuhe wechseln oder einen \u00dcberziehhandschuh nutzen. Bei der Kopfbekleidung ist ein Helm oberstes Gebot. Bei besonders kalten Temperaturen kann man eine M\u00fctze oder Sturmhaube darunter tragen. Zum Schutz der Augen ist eine Gletscherbrille oder Skibrille zu empfehlen. Besonders vor UV-Strahlung und kleineren Eissplittern. Bei den Schuhen besteht die Wahl zwischen dem Lederbergschuh, dem Plastikstiefel oder einem Skitourenstiefel. Jedes Produkt hat seine Vor- und Nachteile. Besonders sollte auf exzellentem Sitz geachtet werden, da man sich einen Gro\u00dfteil auf den Frontzacken bewegt. Hierbei ist der Fersensitz besonders wichtig. Das K\u00e4lteproblem kann nicht vollst\u00e4ndig ausgeschlossen werden, da ein st\u00e4ndiger Aufprall der Zehen am Eis stattfindet.Lederbergschuh: -sehr gut Beweglichkeit, geringes Gewicht, N\u00e4ssedurchl\u00e4ssigkeitPlastikbergschuh: -gute W\u00e4rmeisolierung. N\u00e4sseunempfindlichkeit, gute Beweglichkeit, hohes GewichtSkitourenstiefel: -gute W\u00e4rmeisolierung, N\u00e4sseunempfindlichkeit, f\u00fcr Zustiege mit Ski bestens geeignet, schlechte BewegungsfreiheitUm den Schuh warm zu halten, sollte man ihn vor allem vor N\u00e4sse sch\u00fctzen. Dies l\u00e4sst sich zus\u00e4tzlich mit Gamaschen erreichen. Sie verhindern das Eindringen von Schnee in den Schuhoberrand. Hier gibt es die unterschiedlichsten Modelle, jeder kann nach Preis und Farbe entscheiden.<\/p>\n<ol>\n<li>Wasserdichte Bekleidung<\/li>\n<li>Wasserdichte Handschuhe<\/li>\n<li>Steigeisenfester Bergschuh<\/li>\n<li>Steigeisen<\/li>\n<li>Eisger\u00e4te<\/li>\n<li>Helm<\/li>\n<li>Brust- und H\u00fcftgurt<\/li>\n<li>Doppelseil oder Zwillingsseil<\/li>\n<li>Eisschrauben<\/li>\n<li>Hakensortiment und Felshaken f\u00fcr Felssicherung<\/li>\n<li>Karabiner, Expressschlingen und Bandschlingen<\/li>\n<li>Erste Hilfe Set<\/li>\n<\/ol>\n<h3>1.2  Hardware<\/h3>\n<p><strong>Helm<\/strong><br \/>\nEin Helm ist unerl\u00e4sslich, denn es besteht die Gefahr von Eisschl\u00e4gen, gerade f\u00fcr den Nachsteiger, und unkontrollierten St\u00fcrzen. Mittlerweile gibt es besonders f\u00fcr das Eisklettern konstruierte Helme, welche einen Nackenschutz und ein Visier aufweisen. Helmverzicht w\u00e4re unverantwortlich, auch dem Seilgef\u00e4hrten gegen\u00fcber.<\/p>\n<p><strong>Brust und Sitzgurt<\/strong><\/p>\n<dl class=\"ImgLeft\">\n<dt><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/eis\/image006.gif\" alt=\"Brustgurt\" title=\"Brustgurt\" \/><\/dt>\n<dd><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/eisklettern-bildnachweis\/12\/\"><em>Bildnachweis[2]<\/em><\/a><\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"ImgLeft\">\n<dt><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/eis\/image004.gif\" alt=\"Sitzgurt\" title=\"Sitzgurt\" \/><\/dt>\n<dd><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/eisklettern-bildnachweis\/12\/\"><em>Bildnachweis[3]<\/em><\/a><\/dd>\n<\/dl>\n<p>Die Gurtsysteme m\u00fcssen den aktuellen Normen (UIAA oder DIN) entsprechen. Der Gurt sollte sollte sehr gut eingestellt werden, da es bei schlechter Einstellung der Schlingen zu schlechter Blutzirkulation kommen kann. S\u00e4mtliche Kr\u00e4fte werden \u00fcber den Gurt auf den Kletterer \u00fcbertragen. Au\u00dferdem sollte der Gurt ausreichend Materialschlaufen aufweisen, da man m\u00f6glichst schnell an das Material kommen muss. Die Eisschrauben und Karabiners sollte man seitlich, hinten am K\u00f6rper transportieren. Seil Die L\u00e4nge des Seils sollte mindestens 50 Meter betragen, da man durch einl\u00e4ngeres Seil, gerade in l\u00e4ngeren Routen, einige Standpl\u00e4tze du somit Zeit sparen kann. Auch m\u00fcssen die Seile den g\u00fcltigen Sicherheitsnormen entsprechen. Besonders sollte man hier mit Doppel- oder Zwillingsseilen klettern. Gerade beim Abseilen lernt man das Doppelseil sch\u00e4tzen, denn hier lassen sich gr\u00f6\u00dfere Strecken zur\u00fccklegen, das hei\u00dft auch weniger Abseilpunkte einrichten. Zus\u00e4tzlich hat man beim Doppelseil einen h\u00f6heren Kantenschutz. Au\u00dferdem empfiehlt es sich mit vorimpr\u00e4gnierten Seilen zu klettern, da diese weniger Wasser ansaugen. Dadurch sind sie leichter, gefrieren nicht so leicht und erm\u00f6glichen ein besseres H\u00e4ndling.SchlingenmaterialEine gewisse Anzahl an Schlingen sollte man immer dabei haben, denn hier l\u00e4sst sich die Routenf\u00fchrung und die Schraubenbelastung verbessern. Karabiner. Abh\u00e4ngig von der gew\u00e4hlten Tour ist das Karabinerset, was sich in H\u00fcftn\u00e4he befinden sollte. Eine ausgewogene Anzahl ist wichtig, da man hier Gewicht sparen kann.1.3 Eisger\u00e4te und Steigeisen<\/p>\n<p><strong>Steigeisen<\/strong><\/p>\n<dl class=\"ImgLeft\">\n<dt><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/eis\/image008.gif\" alt=\"Steigeisen\" \/><\/dt>\n<dd><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/eisklettern-bildnachweis\/12\/\"><em>Bildnachweis [4]<\/em><\/a><\/dd>\n<\/dl>\n<p>Grunds\u00e4tzlich eignet sich jeder Zw\u00f6lfzacker[5] zum Eisklettern. Man sollte jedoch unbedingt auf die Stellung der Frontzacken achten. Senkrecht gestellte Frontzacken oder Monozacken erm\u00f6glichen einen besseren &#8222;Biss&#8220; im Eis. Die Befestigung sollte \u00fcber eine Kipphebelbindung verf\u00fcgen, denn die l\u00e4sst sich im Ab-. und Zustieg schneller entfernen bzw. befestigen. Unbedingt sollte auf eine unverr\u00fcckbare Verbindung geachtet werden, da ansonsten Vibrationen entstehen und dadurch den Halt am Schuh nicht mehr gew\u00e4hrleisten. Eine Verstellbarkeit der Eisen, wodurch sie sich an jeden Schuh anpassen lassen, sollte vorhanden sein. Au\u00dferdem sollte man hohe Steifigkeit der Steigeisen achten. Hierbei gilt, eine gute Anpassung an den jeweiligen Schuh ist die Bedingung f\u00fcr hohen Halt. Dies gew\u00e4hrleistet eine genaue Kraft\u00fcbertragung der Fu\u00dfbewegung auf das Eisen und somit in die Wand.<\/p>\n<p><strong>Eisger\u00e4te<\/strong><\/p>\n<dl class=\"ImgLeft\">\n<dt><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/eis\/image010.gif\" alt=\"Eisaxt\" \/><\/dt>\n<dd><a href=\"https:\/\/kvfl.com\/eisklettern-bildnachweis\/12\/\"><em>Bildnachweis [6]<\/em><\/a><\/dd>\n<\/dl>\n<p>Die Eisger\u00e4te unterscheiden sich deutlich von denen, die beim Eisgehen verwendet werden. Hierbei ist eine st\u00e4ndige Ver\u00e4nderung der Entwicklung zu bemerken, denn die modernen Eisger\u00e4te haben eine derartige Leistungsexplosion erst m\u00f6glich gemacht. In jedem Fall klettert man mit zwei Gr\u00e4ten. Man klettert mit sogenannten Eisbeilen (auch Eis\u00e4xten). Diese haben einen k\u00fcrzeren Schaft als Eispickel. Au\u00dferdem sollte man ein Beil mit Hammer und ein Beil mit Schaufel am Kopf dabei haben. Diese ben\u00f6tigt man zum Setzen der Sicherungsmittel. Weiterhin sollte man eine Kr\u00fcmmung im Schaft haben, da so die H\u00e4nde etwas gesch\u00fctzt werden. Au\u00dferdem erleichtert es das Einschlagen im Eis. Die Ger\u00e4te sollten ein gutes Gewichtsverh\u00e4ltnis aufweisen. Das hei\u00dft, der Kopf sollte etwas schwerer sein, wodurch der Zug enorm verbessert wird, und die Haue sollte einen spitzen Winkel zum Schaft aufweisen. Zus\u00e4tzlich sind Handschlaufen wichtig, da man dadurch die Unterarmmuskulatur entlastet.Hierbei muss jeder sein bestes Ger\u00e4t finden. Das Ger\u00e4t muss f\u00fcr den Kletterer zugeschnitten sein. Ein Verh\u00e4ltnis von k\u00f6rperlichen Voraussetzungen und dem Gewicht des Eisbeils ist wichtig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die britische Klettererlegende Joe Brown sagte einmal, dass jede Kletterei, die mit Steigeisen leichter zu bew\u00e4ltigen sei als ohne, als Eiskletterei betrachtet werden kann. Eine derart weitgefasste Definition ist heute notwendig, um s\u00e4mtliche Spielformen des modernen Eiskletterns zu erfassen. Eine dieser Spielformen ist das Wassereisklettem: Wo immer Wasser und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zusammentreffen, entsteht Wassereis. Dieser Umstand l\u00e4sst gerade in den Hochwintermonaten Dezember bis Februar in vielen Alpent\u00e4lern Kletterger\u00fcste aus Eis wachsen &#8211; gefrorene Wasserf\u00e4lle und wassereis\u00fcberzogene Felsw\u00e4nde. Noch vor zehn Jahren galten Begehungen gefrorener Wasserf\u00e4lle als besondere Herausforderungen f\u00fcr erfahrene &#8222;alpine Eiskletterer&#8220;. Man lernte die Klettermaterie Eis im alpinen Gel\u00e4nde kennen und brachte diese Erfahrungen in das Wasserfallklettern ein. \u00c4hnlich wie im Felsbereich hat sich auch im Eisklettern die Entwicklung umgekehrt. \u00dcbereinstimmungen zwischen den athletischen und bewegungstechnischen Voraussetzungen von Wassereisklettem und Sportklettern im Fels, eine rasante Entwicklung im Ausr\u00fcstungsbereich und die gute Erreichbarkeit vieler Wasserf\u00e4lle sind die Ursachen f\u00fcr den Trendwandel: Heute finden sich unter den Anf\u00e4ngern des Eiskletterns mehr Sportkletterer als Alpinisten. Wassereis ist oftmals auch die Materie des Einsteigers und nicht mehr nur die des Meisters. Dies ist die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite werden von diesen Meistern gerade im Wassereis die Grenzen des Machbaren immer weiter hinausgeschoben. Um diesem Status quo gerecht zu werden, beschreiben auch ich hier den Einstieg in das Eisklettern \u00fcber das Wassereisklettem und setzen dabei lediglich Kenntnisse aus dem Bereich des Sportkletterns im Klettergarten voraus. Steileisklettern ist also sportliches Klettern im Eis. Es fordert Mut, Kraft, Ausdauer und eine gute Moral. Eisklettern bietet besonders vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten an: von steilsten Eisrinnen \u00fcber gro\u00dfe alpine W\u00e4nde bis hin zu gefrorenen Wasserf\u00e4llen. Wobei die extremste Form das Mixed Climbs ist, das kombinierte Klettern in Eis und Fels.Ich werde besonders auf die Technik des Eiskletterns eingehen, denn ein gewisses technisches Verst\u00e4ndnis ist von gro\u00dfem Vorteil beim Wasserfallklettern. Au\u00dferdem gibt es eine Vielzahl von technischen Ger\u00e4ten, mit zum Teil gro\u00dfen Unterschieden in ihrer Leistungsf\u00e4higkeit. Ich hoffe, dass ich den Profis einige News vermitteln kann. 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