{"id":94,"date":"2006-06-08T11:12:51","date_gmt":"2006-06-08T09:12:51","guid":{"rendered":"http:\/\/kvfl.com\/der-kletterschuh\/94"},"modified":"2006-06-08T11:12:51","modified_gmt":"2006-06-08T09:12:51","slug":"der-kletterschuh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kvfl.com\/blog\/der-kletterschuh\/94\/","title":{"rendered":"Der Kletterschuh"},"content":{"rendered":"<p>Der Kletterschuh ist ein wichtiger Faktor beim Klettern und bestimmt enorm die Performance am Fels oder an der Kunstwand. Welche Unterschiede es bei der Vielzahl von Modellen gibt, soll die folgende \u00dcbersicht aufzeigen.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<h3>Die Passform anpassen mit dem <\/h3>\n<h4> Schn\u00fcrverschluss<\/h4>\n<dl class=\"ImgRight\">\n<dt><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/kletterwissen\/schnuerer.jpg\" alt=\"Velcos\" title=\"Kletterschuh mit Schn\u00fcrverschluss\" \/><\/dt>\n<dd><em>Ein Schn\u00fcrer<\/em><\/dd>\n<\/dl>\n<p>Die wohl beste Anpassung erreicht man mit einem Schn\u00fcrer. Nur er l\u00e4sst eine sehr gute Anpassung am Fu\u00df zu. Die Fu\u00dfform der Kletterer ist enorm unterschiedlich und nicht f\u00fcr jeden ist das optimierte Modell zu haben. Mit einem Schn\u00fcrer kann man diesem Wunsch aber schon recht nah kommen. Das letzte i-T\u00fcpfelchen kann somit aus dem Fu\u00dfbereich geholt werden. Denn Klettern hei\u00dft stehen  nicht vergessen.<\/p>\n<h4> Velcroverschluss<\/h4>\n<dl class=\"ImgLeft\">\n<dt><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/kletterwissen\/velcro.jpg\" alt=\"Velcos\" title=\"Kletterschuh mit Velcroverschluss\" \/><\/dt>\n<dd><em>Kletterschuh mit Klettverschluss<\/em><\/dd>\n<\/dl>\n<p>Velcros sind Schuhe mit Klettverschluss, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Velcro\">Klettverschluss = Velcro<\/a>, und sie versuchen einen Kompromiss aus Schn\u00fcrer und Slipper. Sie bringen den Vorteil mit, dass man sie recht schnell vom Fu\u00df l\u00f6sen kann. Das ist nicht nur des \u00f6fteren beim Sportklettern oder Bouldern angenehm, sondern auch in Alpintouren. Nachteilig ist aber manchmal, dass man mit dem Verschluss h\u00e4ngen bleibt bzw. ist die Lebensdauer einiger Verschl\u00fcsse sehr gering.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<h4> Slipper<\/h4>\n<p>Slipper sind in der Regel am bequemsten, da ihr Material in der Regel viel weicher ist. Au\u00dferdem lassen sich schnell an- und ausziehen. Deshalb sind sie im Boulderbereich so beliebt und gern noch ein wenig enger bzw. pr\u00e4ziser sitzend gekauft. F\u00fcr die meisten Einsteiger ist der Slipper eher ungeeignet, da er weicher ist und ein sauberes Stehen verlangt. Au\u00dferdem ist das Stehen dadurch anstrengender und schmerzhaft. Das Einsteigen in den Schuh ist am Anfang meist etwas problematisch, da sich der Schuh erst dehnen muss.<br \/>\nAchtung beim Kauf: Slipper dehnen sich in der Regel mehr als andere Schuhe, sollten also besonders eng beim Kauf sitzen.<\/p>\n<h3>Das richtige Antreten erleichtert der <\/h3>\n<dl class=\"ImgRight\">\n<dt><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/kletterwissen\/asymmetrisch.jpg\" alt=\"asymmetrisch\" title=\"Kletterschuh mit asymmetrischer Leiste\" \/><\/dt>\n<dd><em>Kletterschuh mit asymmetrischer Leiste<\/em><\/dd>\n<\/dl>\n<p>Schuh mit asymmetrischen Leisten. Diese Form sorgt f\u00fcr eine h\u00f6here Spannung und das Antreten wird defiziel auf den Punkt gebracht, da die Schuhspitze mehr oder weniger stark nach innen gebogen ist. Gleichzeitig ist sie aber auch wenig bequem. Gleiches kann man \u00fcber die Verformung nach unten sagen. Die so genannte Vorspannung sorgt f\u00fcr eine saubere Passform, aber noch vielmehr f\u00fcr eine hohe Spannung am Fu\u00df. In \u00fcberh\u00e4ngenden Routen spielen sie ihre Klasse aus, da man damit noch immer den Druck auf die Zehen bringt.<br \/>\nSchuhe mit geraden Leisten sind gute Allrounder und f\u00fcr lange Touren besser geeignet, da sie wesentlich bequemer empfunden werden.<\/p>\n<h3>Die Sohle <\/h3>\n<dl class=\"ImgLeft\">\n<dt><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/kletterwissen\/vorspannung.jpg\" alt=\"vorspannung\" title=\"Kletterschuh mit Vorspannung\" \/><\/dt>\n<dd><em>Kletterschuh mit Vorspannung<\/em><\/dd>\n<\/dl>\n<p> besteht grunds\u00e4tzlich aus Gummi. Allerdings gibt es da die unterschiedlichsten Zusammensetzungen. Au\u00dferdem unterscheidet man zwischen weichen und harten Gummis. F\u00fcr Einsteiger eignen sich harte Sohlen wesentlich besser, dem Profi sei der weiche Gummi empfohlen. Ein Vorteil des weichen Gummis ist das gute Gef\u00fchl, welches er wesentlich besser \u00fcbertr\u00e4gt. Weiterhin ist die Reibung weicher Sohlen in der Regel wesentlich h\u00f6her. Allerdings ist die Unterst\u00fctzung des Schuhs, beim Stehen mit Hilfe von weichen Gummis, geringer. Auch bei den Dicken der Sohlen gibt es Unterschiede, die meisten Hersteller bieten eine Sohlendicke von 3-5mm an.<br \/>\nIm vorderen Bereich hat sich der Schuh in den letzten Jahren ein wenig ver\u00e4ndert. Grunds\u00e4tzlich gibt es auch hier zwei Varianten. Entweder die Zehen sind gerade im Vorderbereich oder sind aufgestellt, sind also leicht gebogen im Schuh. Ersteres ist wesentlich ges\u00fcnder, aber erschwert auch das Stehen. Wichtig ist, dass es ganze vorne flach zugeht, so dass man auch in kleinen L\u00f6chern gut antreten kann.<br \/>\nMittlerweile legen einige Hersteller wert auf den Gummi am oberen Bereich. Dies ist wichtig f\u00fcr das Hooken, also f\u00fcr das Ziehen mit dem Oberfu\u00df. Ebenso werden oft Zwischensohlen im vorderen Bereich verbaut, so erh\u00f6ht man die Steifigkeit in diesem Abschnitt. Aber auch hier gilt, je mehr H\u00e4rte, desto weniger Gef\u00fchl. F\u00fcr das Stehen auf kleinen Leisten ist dies aber ein Vorteil, da man einige Kr\u00e4fte sparen kann. Ebenso verh\u00e4lt es sich mit Mehrseill\u00e4ngentouren, die Waden werden mit einem steiferen Schuh enorm entlastet.<\/p>\n<p>Auch im hinteren Bereich des Schuhs hat sich einiges getan. Mehr Wert wird auch hier auf das Hooken, das Ziehen mit der Ferse. Mittlerweile gibt es Fersengummis mit den unterschiedlichsten Kanten, die das Hooken erleichtern sollen. Wer sich nicht gerade in extreme Gel\u00e4nde bewegt, wird diese zus\u00e4tzlichen Hilfsmittel wohl eher selten ben\u00f6tigen und sollte deshalb auch nicht so ein gro\u00dfes Augenmerk darauf legen. <\/p>\n<dl class=\"ImgRight\">\n<dt><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kvfl.com\/bilder\/kletterwissen\/reparaturbeduerftig.jpg\" alt=\"verschlissen\" title=\"reparaturbed\u00fcrftiger Kletterschuh\" \/><\/dt>\n<dd><em>reparaturbed\u00fcrftiger Kletterschuh<\/em><\/dd>\n<\/dl>\n<p>Ab und zu verschlei\u00dft dann leider auch der Schuh. An der Abnutzung kann man auch gut erkennen, wie der  Kletterer antritt, nutzt er seinen Schuh richtig. Sollte zum Beispiel die Sohle von unter her defekt sein, dann l\u00e4uft der Kletterer entweder damit oder versteht \u00fcberhaupt nichts vom Antreten ;).<br \/>\nAuf jeden Fall sollte man, wenn die Schuhe eine weitere Chance bekommen sollen, die Schuhe rechtzeitig zum Besohlen schaffen. Dazu gibt es verschieden Anbieter, die sich recht gut im WWW lokalisieren lassen. Einige Kletter- bzw. Trekkingl\u00e4den bieten diesen Service auch an. Auch findige Schuster habe diese L\u00fccke entdeckt und bieten manchmal eine ausgesprochen g\u00fcnstige Reparatur an.<\/p>\n<h3>Beim Ober-Material bestimmt <\/h3>\n<p> nicht die Farbe die Qualit\u00e4t. Grundlegend kann man die Schuhe in zwei Kategorien aufteilen, Schuhe mit Synthetik oder Leder. Je weicher das Material ist, desto angenehmer ist das Tragegef\u00fchl. Gleichzeitig sorgt es aber auch f\u00fcr eine gro\u00dfe Dehnung des Schuh, welches wiederum nachteilig f\u00fcr die Performance ist. Nat\u00fcrliche Materialien, wie Leder, haben den Vorteil, dass das Material recht gut atmet, so dass man auch an hei\u00dfen Tagen noch ein wenig Luft bekommt und die Geruchsbildung sich ein wenig in Grenzen h\u00e4lt. Die Stabilit\u00e4t kann erh\u00f6ht werden, in dem man F\u00fctterungen anbringt oder mit Hilfe von B\u00e4ndern die Dehnung aufh\u00e4lt.<\/p>\n<h3>Trotz alle dem <\/h3>\n<p> gilt beim Kauf: Der Schuh muss passen und man sollte sich wohl f\u00fchlen. Denn was n\u00fctzt es, wenn man vor lauter Schmerzen, aufgrund des Kletterschuhs, auch kein sauberes Antreten erzeugen kann. Ein Kletterschuh muss zur Fu\u00dfform passen und das kann man nur durch Probieren herausfinden. Deshalb bieten sich auch L\u00e4den an, bei denen eine gro\u00dfe Auswahl an Schuhen besteht.<br \/>\nVon Vorteil ist es au\u00dferdem, wenn man genau wei\u00df, was man mit diesem Schuh anstellen will &#8211; kurze knackige Sportkletterrouten oder lieber eine Alpintour, die es verlangt, dass man den ganzen Tag im Schuh zurecht kommt und sich zumindest einigerma\u00dfen wohl f\u00fchlt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Kletterschuh ist ein wichtiger Faktor beim Klettern und bestimmt enorm die Performance am Fels oder an der Kunstwand. 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