Archiv des Autors: Robert

Eisenacher Diaabend – 20.000 Kilometer – Der lange Ritt von Feuerland nach Mexiko

MexikoAm Donnerstag, 01.02.2007, 20.00 Uhr im Bürgerhaus der Wartburgstadt Eisenach, Ernst-Thälmann-Str.94, von Günter Wamser.

Ein besonderer Höhepunkt der Vortragsreihe! Günter Wamser ist einer der letzten großen Abenteurer unserer Zeit. In einem 11 Jahre dauernden Ritt durchquerte er Südamerika, Mittelamerika und Mexiko. Mit eindrucksvollen Bildern und bewegenden Worten erzählt er von den Erlebnissen dieser ungewöhnlichen Reise.
Mit zwei Pferden und seinem Hund war Günter Wamser 1994 aufgebrochen.
Er selbst sagt: „Eigentlich ist es gar keine Reise, sondern vielmehr meine Art zu leben.“
Der Abenteurer zog mit seinen Tieren über die unermessliche Pampa, überquerte mehrfach die Anden auf Passhöhen von 5000 Metern, wanderte über endlose Steinwüsten und karge Hochebenen und wühlte sich durch verschlammte Pfade im Regenwald. Schließlich erreichte er Ecuador. Zusammen mit Barbara Kohmanns ging es von dort aus weiter.
In Wamsers Vortrag wechseln sich faszinierende Landschaftsbilder ab mit Aufnahmen, die das Leben der Einheimischen stimmungsvoll darstellen. Behutsam, so wie er sich selbst auf seiner ungewöhnlichen Reise vorwärts bewegt, nimmt er die Zuschauer mit in eine Welt, von deren Eindrücken man sich nur schwer lösen kann.
Günter Wamser hat sich ein Ziel gesetzt und lebt seinen Traum. Er will seine Zuschauer inspirieren, sie mit Sehnsucht erfüllen und vielleicht den einen oder anderen dazu bringen, seinen eigenen großen Traum wahr werden zu lassen.

weitere Informationen unter geonatur.de

Diavortrag: Neuseeland, Trekking und Bergsteigen am anderen Ende der Welt

Mt.CookDer Eisenacher Frank Bültge war etwa neun Wochen auf der Nord- und der Südinsel unterwegs, traf viele freundliche Menschen und erlebte die vielfältige Natur des Landes.
Anschließend bestieg er Neuseelands höchsten Gipfel, den Mt. Cook, auf einer „neuen“ Route in der Ostwand.

Über beide Seiten dieser Reise wird er in seinem Diavortrag berichten.

Der Bergsportverein Jena e.V. lädt alle Kletterer, Bergfreunde und Reiselustigen zu seinem Vereinsabends am Mittwoch, dem 17. Januar 2007 um 19.30 Uhr ins Haus auf der Mauer (Johannisplatz 26) ein. (Unkostenbeitrag 1,- €).

Ice Climbing Festival 2007 in Kandersteg

Eisklettern in KanderstegEiskletter Festival 2007 in einem der besten Eisklettereldorado der Alpen – Kandersteg.
Die Eisverhältnisse sind sehr gut, ein spannender Wettkampf (Damen und Herren) garantiert und die Vorträge sind absolut sehenswert.
Ein Tipp für alle Fans des kalten Nass, mit Party, Wettkämpfen, Vorträgen, interessanten Leuten und Materialtests verbinden wollen.

Termin:

vom 5. bis 7 Januar in Kandersteg

Aus dem Programm:

  • Kanadische Filmnacht mit Will Gadd und Sean Isaac
  • Workshop mit mit einigen der weltbesten Eiskletterern!
  • Wettkampf Open und Elite
  • Europäische Filmnacht
  • Ausrüstungstest
  • Party nonstop

weitere Informationen zum Event gibt es unter ready2climb und mehr Infos zum Gebiet im Beitrag Eisklettergebiete rund um Kandersteg

Eisenacher Diaabend – Laos und Kambodscha – Abenteuer Mekong

Laos und KambodschaAm Donnerstag, 11.Jan.2007, 20.00 Uhr im Bürgerhaus der Wartburgstadt Eisenach, Ernst-Thälmann-Str.94, von Olaf Schubert.

Laos und Kambodscha liegen beide am Mekong – der Mutter aller Wasser – und könnten unterschiedlicher nicht sein.
Tiefster unberührter Dschungel, klare frische Gebirgsbäche und tosende Wasserfälle, ein ganz besonders herzlicher Menschenschlag und die verschiedenen sanften Religionen machen Laos zu einer Perle Asiens.
In den abgelegenen und fantastischen Bergregionen von Nordlaos, der Heimat des Akha-Stammes, besuchte Olaf Schubert das Raketenfest zur Anrufung des Regens vor der beginnenden Monsunzeit. In der einzigartigen Klosterstadt Luang Prabang beobachtete er die Zeremonien des Neujahrsfestes und die Buddhawaschungen im Tempel „Xieng Thong“.
Über die Ebene der Tonkrüge, einem bis heute nicht gelösten Rätsel, geht es in den Süden von Laos, über die Gegend der tausend Inseln bis zu den größten Wasserfällen Südostasiens, den Mekongfällen. Der im Süden gelegene Tempelberg Vat Pou bei Champasak leitet mit seiner vorangkorianische Struktur hinüber in das nicht weit entfernte Angkor Wat in Kambodscha. Diese weltweit einmalige, vom Dschungel verschlungene Tempelstadt lockt jedes Jahr unzählige Reisende nach Kambodscha. Sie kommen in ein Land mit unglaublichen Kulturschätzen, aber auch tiefsten Wunden aus der Zeit der Roten Khmer. Hunderttausende verloren unter dem Regime Pol Pots ihr Leben, andere flüchteten als Boatpeople in alle Teile Asiens. Heute wagen die Bewohner Kambodschas nach jahrelangem Trauma den Neuanfang in eine friedlichere Zukunft.
Über den Tonle Sap geht es von Angkor Wat weiter bis nach Phnom Phen.
Laos und Kambodscha – zwei beeindruckende Länder mit all ihren Besonderheiten bilden das Abenteuer Mekong.

weitere Informationen unter geonatur.de

Boulderwettkämpfe reißen nicht ab

BouldernEs geht nicht primär um Leistung – oft steht der Spass und das Kennenlernen von neuen Leuten im Vordergrund bei der immer beliebteren Spielform des Klettern – Bouldern.
Besonders zur Jahreswende gibt es reichlich an Termin, zumindest dafür, dass wir in Thüringen doch recht dünn mit Hallen ausgestattet sind.

Kommt und geniest die freie Atmosphäre der Boulderevents und lernt von den Besten und gebt das Wissen und Können an die Neueinsteiger und Lernwilligen ! Die Veranstalter haben viel Mühe, Arbeit und Zeit für Euch investiert – bei einigen Veranstaltungen gibt es zusätzlich noch kleine Überraschungen.

Folgende Termine stehen in nächsten Tagen und Wochen an:

Techno – Klettern, Grundlagen für Technoeinsteiger

MinistopperIn den Klettergebieten Thüringens dominiert das Sportklettern, bei dem man in der Regel genügend Sicherungen in Form von vorhanden Haken findet. Sollten die vorhandenen Sicherungen nicht ausreichen, so kann jederzeit mit Hilfe von mobilen Sicherungsmitteln die Sicherheit erhöht werden. Verwendung finden dabei vorrangig Schlingen, Klemmkeile und Klemmgeräte. Allerdings gibt es auch noch einige wenige Routen, bei denen die Spielform des technischen Kletterns in Erscheinung tritt. Und auch in anderen Gebieten der Welt ist das technische Klettern noch nicht weg zu denken.
Wer noch keinen Einblick in die Artif-Bewertung hatte und seinen Horizont von dieser Richtung ein wenig erweitern will, der findet hier einige Hinweise zum Lesen von Artif-Bewertungen. Was habe ich als Wiederholer einer solchen Route zu erwarten und was muss ich mitnehmen? Die kryptischen Buchstaben der Bewertung für technische Routen erschließt sich dem Einsteiger nur langsam ohne entsprechende Literatur oder Altmeister dieser Kletterform.
Die Artif-Bewertung gibt dem Techno-Freak wichtige Informationen über den Begehungsstil, wie komplex die Linie und wie die Qualität der Sicherungen ist. Ebenso erfährt der Aspirant, wie gefährlich die Route ist und ob die Sicherungen einen Sturz halten können.
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Der Normsturz

NormsprungUm verschiedene Seile in einem einheitlichen Prüfverfahren zu testen, sie untereinander zu vergleichen und Rückschlüsse auf deren Festigkeit und Qualität ziehen zu können, gibt es den Normsturz nach EN 892. Nach dieser Europäischen Norm (EN) müssen Einfachseile mindestens fünf Normstürze unter definierten Bedingungen aushalten. Kaufst du dir nun ein neues Seil, dann nützt dir die Information auf dem Beipackzettel wenig, wenn du nicht weißt, was ein Normsturz überhaupt ist. Bei modernen Seilen sind 12-13 Normstürze übrigens keine Seltenheit mehr. Die Anzahl der Normstürze ist also ein wichtiges Qualitätsmerkmal für Kletterseile. Deshalb gibt es im Folgenden eine kleine Erläuterung zum Normsturz.

Bevor ein Seil reißt, muss es aktuell 5 Normstürze aushalten. Die definierten Bedingungen dabei sind Temperatur, Luftfeuchtigkeit und ein standardisiertes Prüfverfahren. Wenn ein Seil 10 Normstürze und mehr halten kann, redet man von einem Multisturzseil.
Bei einem Normsturz wird ein Gewicht, je nach Seiltyp (Vollseil, Halbseil, Zwillingsseil) unterschiedlich, in 2,80m ausgegebenes Seil fallen gelassen. Das Seil wird über einen Karabiner umgelenkt. Dieser Karabiner befindet sich 30cm nach dem Punkt, an dem das Seil fixiert ist. Es ergibt sich also folgende Reihenfolge: Fixpunkt (statisch gehaltener Sturz), bei 30cm der Umlenkkarabiner, bei 2,80m das Gewicht. Dieses wird nun 2,30m hoch über den Umlenkpunkt gezogen und von dort fallen gelassen. Die Fallhöhe ohne Seildehnung beträgt 4,80m. Wenn man nun die Fallhöhe durch die ausgegebene Seillänge teilt, erhält man den Sturzfaktor. Bei einem Normsturz beträgt dieser immer 1,71. Dieser Sturzfaktor ist so extrem, dass er in der Praxis fast nicht zu erreichen ist. Für den Kletteralltag sind derartige Prüfungen also relativ nebensächlich, da es kaum zu so harten Stürzen kommt. Im Sportkletterbereich bleibt der Sturzfaktor immer unter 1.
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Abschied von einem, der das Klettern in Thüringen verändert hat

Die Thüringer Kletterwelt trauert um einen Bergkamerad, der die Klettersichten und Kletterfelsen in Thüringen verändert hat – Uwe Thomsen.
Uwe Thomsen ist seit dem 12. Oktober 2006 nicht mehr unter uns, verstorben mit jungen 52 Jahren hinterlässt er einen Sohn und viele schöne Routen an den Felsen Thüringens.

Es ist nicht leicht, einen Nachruf zu schreiben – schon gar nicht, wenn man die betroffene Person nur bedingt kannte. Trotzdem, so denken ich und einige Freunde, ist es eine Person wie Uwe Thomsen wert, dass man an ihn und seine Leistungen für den Klettersport in Thüringen erinnert, auch wenn es in den letzten Jahren ruhig um Ihn geworden ist.
Eine Person, die Ansichten in vielen Köpfen verändert hat, der den Schwierigkeitsbereich nach oben veränderte, zu einer Zeit, in der man die Grade oberhalb Sieben nicht als Leichtigkeit ansah.
Ebenso unvergessen ist sein organisatorisches Talent – Arbeitseinsätze zu organisieren und neue Felsen zu erschließen, genauso wie alte Haken auszutauschen, Haken zu prüfen und Material und Ausrüstung zu organisieren. Nach dem Fall der Mauer war Thomsen außerdem aktiv im Bundesausschuss Klettern und Naturschutz, wobei es ihm darum ging, die Felsen den Kletterern zu erhalten.
Dank Uwe gibt es viele schöne Touren, viele neue Haken und viele Menschen, die durch Uwe zum Klettern gekommen sind.

Der Geist von Uwe Thomsen lebt weiter, denn noch immer gibt es Leute, die sich engagieren, die etwas verändern und erhalten wollen, ohne finanzielle persönliche Interessen.

Von einem der Auszog, dass Slacklinen zu lernen

Endlich gehenSeit nun mehr vier Wochen bin ich mit einem zweiten Virus, neben dem des Bergvagabunden, infiziert – dem Slacklinen. Der Spaß ist groß, auch wenn es eine Weile dauert, bis man sich das erste Mal von einem zum anderen Ende begibt. Einige kleine Eindrücke und Tipps zum Erlernen und Erleben dieser noch recht jungen, zumindest in Europa, Sportart, werde ich im Folgenden widergeben.
Was mich besonders daran begeistert? – ist die Fasziantion, die von einem Band ausgeht, welches wenige Zentimeter über dem Boden gespannt ist und dem Anfänger sehr schnell seine Grenzen zeigt. Wieder einmal sieht es leicht aus. Trotz vieler Versuche bis zum ersten Gang über die Line ist die Begeisterung ungebandt und die Lust immer wieder von neuem Entfacht.
Die Line ist schnell gespannt, zwei Bäume finden sich immer, und schon kann es losgehen. Ähnlich wie beim Bouldern ist der Spaß in der Gemeinschaft noch größer, das Pushen und Anfeuern verleiht Flügel und es ist wunderbar die Anderen zu sehen, wie sie sich genauso abmühen und den ganzen Körper einsetzen um einige Zeit länger auf der Line zu bleiben.
Die Line zeigt einem Muskelgruppen, die man im Vorfeld oft nicht kannte und man glaubt nicht, dass das Gehen auf wenigen Metern bzw. das Stehen auf der Line anstrengend sein kann.
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